Sommer der Wortartisten

Buchstaben steigen aus einem aufgeklappten Buch

Sommer der Wortartisten

Sie jonglieren mit der Sprache: Ihr Hochseil ist das leere Blatt Papier, ihr dreifacher Salto eine überraschende Metapher und ihre Zirkusarena die Lesebühne. In sieben Folgen feiert der Sommer der Wortartisten in WDR 5 die satirischen Edelfedern der Republik.

Egal ob Zeitungskolumnist, Krimi-Autor, Poetry-Slammer oder vom Feuilleton gepriesener Romancier – entscheidend ist, ob die Pointen den Test vor Publikum bestehen. Und die Künstler in diesem Best-of-Leselounge wissen nicht nur, ihre Worte wohl zu setzen, sondern auch, wie man sie über die Rampe bringt: sieben große Stimmen allein mit dem Mikrofon.

Die sieben Wortartisten

Jeweils eine Stunde allein mit dem Mikrofon:

Axel Hacke

Die erste Folge widmet sich Axel Hacke. Der gelernte Journalist begann als Sportreporter, doch seine feine humoristische Ader entging den Kollegen nicht. Bald stieg er auf in den erlauchten Kreis der Verfasser des "Streiflichts" bei der Süddeutschen Zeitung, später erschienen seine Kolumnen auch unter eigenem Namen. Seine Bücher wurden Bestseller. Hackes Geschichten handeln vom weißen Neger Wumbaba oder von seinem sprechenden Kühlschrank der Marke Bosch.

Die erste Folge widmet sich Axel Hacke. Der gelernte Journalist begann als Sportreporter, doch seine feine humoristische Ader entging den Kollegen nicht. Bald stieg er auf in den erlauchten Kreis der Verfasser des "Streiflichts" bei der Süddeutschen Zeitung, später erschienen seine Kolumnen auch unter eigenem Namen. Seine Bücher wurden Bestseller. Hackes Geschichten handeln vom weißen Neger Wumbaba oder von seinem sprechenden Kühlschrank der Marke Bosch.

Die dritte Folge widmet sich Volker Klüpfel und Michael Kobr. Zusammen sind sie das erfolgreichste Krimi-Duo im deutschsprachigen Raum. Beide stammen aus dem Allgäu und hatten ursprünglich einen anderen Beruf: Klüpfel war Kulturredakteur bei der Augsburger Allgemeinen und Kobr verbeamteter Realschullehrer. Doch mit der Erfindung immer neuer Fälle für ihren bodenständigen Kommissar Kluftinger waren sie bald voll ausgelastet – zur Freude ihrer Fans.

Die vierte Folge widmet sich Hans Zippert. Jede Woche liefert er für die Titelseite "Welt am Sonntag" einen neuen Text. Seitdem ertappen sich selbst Linke dabei, dass sie bei der Lektüre von Springers ehemaligem Kampfblatt laut auflachen müssen. "Zippert zappt" heißt die Kolumne des ehemaligen "Titanic"-Chefredakteurs, der seine brillanten Gemeinheiten in strenger Klausur am heimischen Schreibtisch in Oberursel bei Frankfurt ersinnt.

Die fünfte Folge widmet sich Wolf Haas. Seine sprachlichen Wendungen haken sich fest im Unterbewusstsein, bis man selbst anfängt, so zu reden wie der Grazer Privatdetektiv Simon Brenner. Der Humor ist abgründig, intelligent und unverkennbar österreichisch. Bei dem aus dem Salzburger Land stammenden Autor gilt Suchtpotenzial der höchsten Stufe. Dazu trägt auch seine weiche Stimme mit der aus dem Dialekt gespeisten Sprachmelodie bei.

Die sechste Folge widmet sich Jochen Schmidt. Geboren in der DDR und das ausgerechnet an einem 9. November, allerdings 19 Jahre vor der Maueröffnung, ist Schmidt geradezu prädestiniert als Chronist der Endzeit der DDR, zumal er mit einem beneidenswerten Gedächtnis ausgestattet ist. Mit seiner unwiderstehlichen Mischung aus Skurrilität und Melancholie durchleuchtet er die Zumutungen des Alltagslebens.

Die siebte und letzte Folge widmet sich Frank Goosen. Der Bochumer Kabarettist und Autor ist ein echtes Original des Ruhrgebiets. Spätestens seit seinem Roman "Liegen lernen", der auch erfolgreich verfilmt wurde, ist der fußballverrückte Vollblutsatiriker auch ein Fall für die Feuilletons. Wie er das Lebensgefühl seiner Region und seiner Generation auf den Punkt gebracht hat, das macht ihm so schnell keiner nach.

Redaktion David Rother und Michael Lohse