Betrachtungen zur Mitteilungskultur

Symboldbild: Eine Frau an einem Tisch auf dem Balkon sitzend, bedient Smartphone und Laptop gleichzeitig. Daneben liegen Stift und Papier.

Betrachtungen zur Mitteilungskultur

Von Hannelore Hippe

"Mitten im Leben schreib ich dir." Gleich 7000 Briefe hinterließ der Dichter Rilke. Hätte er heute Mails geschickt oder SMS, hätte er gebloggt oder nur zum Telefon gegriffen?

Was hat die Digitalisierung und Elektronisierung unserer Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Briefeschreiben gemacht? Warum scheint diese Form der Mitteilung an andere ausgestorben und altmodisch? Vielleicht verklären wir auch nur diese gute "alte" Form, und ein Brief bedeutet nicht automatisch tief schürfendes. Aber wann haben wir zum letzten Mal zur Feder gegriffen, auch wenn es nur der Kugelschreiber war? Unsere schnelle Zeit scheint dem ernsthaften Gedanken auf erlesenem Briefpapier kaum eine Chance zu geben. Nur die Urlaubskarte hat noch überlebt. Oder verschwindet auch sie?

(Wiederholung vom 26.07.2009)

Redaktion: Christina-Maria Purkert

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Stand: 07.07.2017, 10:29