EPAs: Freihandelsabkommen zwischen Europa und Afrika - Der andere Vertrag

Proteste in Nairobi, Kenia im September 2007 gegen die Economic Partnership Agreements (EPAs),Tomaten und andere lokale Gemüsesorten werden von Demonstranten mit Ölfässern überrollt und zerquetscht

EPAs: Freihandelsabkommen zwischen Europa und Afrika - Der andere Vertrag

Von Nora Bauer

Der Handel mit afrikanischen Staaten trägt zum Außenhandelsvolumen Europas nur etwa 2% bei. Das soll sich ändern: Die EU möchte Freihandelsabkommen abschließen, die "Economic Partnership Agreements". Die sind heftig umstritten. Jetzt hier zum Download.

Befürworter prognostizieren, dass sich die Handelsvolumina bald verdoppeln können. Doch während manche in Europa schon von den Geschäften mit den enormen Bodenschätzen und der Landwirtschaft träumen, verweigern die Afrikaner ihre Unterschrift. Sie befürchten eine Überschwemmung ihrer Märkte mit europäischen Waren. Kritiker unterstellen etwa, dass es bereits jetzt die großen Milchviehherden gibt, um den afrikanischen Verbraucher an den fremden Geschmack von Käse, Quark und Latte Macchiato gewöhnen zu helfen. Sie fordern Unterstützung für den Ausbau der heimischen Produktion, um die wirtschaftliche Entwicklung nicht zu blockieren und die Identität des Kontinents zu wahren.

Produktion: DLF/WDR 2016
Redaktion: Frank Christian Starke

Stand: 21.02.2016, 11:05