Betreuung unerwünscht - Der Kampf um Selbstbestimmung im Alter

Ein Füllfederhalter liegt auf einem Stapel mit Formularen, aus dem die Titel "Betreuungs-Verfügung", "Patientenverfügung" und "Vorsorge-Vollmacht" herausschauen.

Betreuung unerwünscht - Der Kampf um Selbstbestimmung im Alter

Von Egon Koch

Alter, Krankheit, Schwäche - wenn ältere Menschen Hilfe benötigen, schaltet sich häufig die Justiz ein. Mit einem Betreuungsverfahren sollen Gerichte zwischen staatlicher Fürsorge und dem Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen abwägen. Doch in der Praxis gibt es zahlreiche Widersprüche.

Viele Menschen glauben, im Notfall die Betreuung ihres Ehepartners oder Verwandten übernehmen zu können. Ein Irrtum. Sie benötigen eine Vorsorgevollmacht. Doch selbst wenn eine Vollmacht vorliegt, kann das Amtsgericht einen gesetzlichen Betreuer bestellen. Wie kann das sein? Regt jemand eine amtliche Betreuung an, muss das Gericht prüfen, ob diese notwendig ist. So erging es auch Frau K. Obwohl sie ihrer Tochter eine Vorsorgevollmacht ausgestellt hatte, wurde sie vom Gericht unter Betreuung gestellt. Die Tochter klagte für die Anerkennung ihrer Vollmacht bis zum Bundesgerichtshof. Doch die Verfahren dauern zu lange. In der dritten Instanz bekam sie teilweise Recht. Zwei Tage später starb die Mutter.
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Betreuung unerwünscht - Der Kampf um Selbstbestimmung im Alter

WDR 5 Dok 5 - Das Feature | 07.05.2017 | 52:27 Min.

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Ausstrahlung am 7. Mai 2017, Wiederholung am 8. Mai 2017
Von: Egon Koch
Redaktion: Leslie Rosin
Produktion: WDR/DLF 2017

Stand: 24.04.2017, 11:16