"Sozusagen Paris" von Navid Kermani

Buchcover: "Sozusagen Paris" von Navid Kermani

"Sozusagen Paris" von Navid Kermani

Nach 30 Jahren trifft ein Schriftsteller bei einer Lesung seine Jugendliebe wieder, die er in einem Roman verewigt hat. Sie verbringen die Nacht mit einem langen Gespräch. Meisterhaft interpretiert Christian Brückner das kluge, mitunter komische Gespräch über die Liebe und Ehe, über Erinnerung und Literatur.

Jutta – so hat der Ich-Erzähler die Jugendliebe in seinem Roman genannt. Nach einer Lesung in einer Kleinstadt steht sie vor ihm: eine attraktive, erfolgreiche Frau, Mutter, Ärztin und sogar Bürgermeisterin.

Sie lädt ihn zu sich nach hause ein, und es beginnt ein langes Gespräch über Lebenswege, Liebe, Literatur und Erinnerung, über Politik, banalen Familien-Alltag, Kinder und Sex. Sie streifen viele persönliche Themen, erzählen sich ihre Leben, mal provokant, mal vertraulich, in einem raffinierten Spiel.

Kermanis Roman ist die Fortsetzung seines vorherigen Buchs "Große Liebe", doch man kann "Sozusagen Paris" auch eigenständig lesen und hören. Christian Brückner interpretiert mit seinem unverwechselbaren Ton diesen meisterhaften, nachdenklichen, klugen, mitunter auch sehr komischen Roman.

Eine Rezension von Christian Kosfeld

Literaturangaben:
Navid Kermani: Sozusagen Paris
Gelesen von Christian Brückner
Edition parlando / Random House
6 CDs, 473 Minuten, 24.99 Euro

Stand: 06.10.2016, 15:57