Volker Kutscher im Gespräch über "Lunapark"

Der Autor Volker Kutscher

Volker Kutscher im Gespräch über "Lunapark"

Kommissar Gereon Rath ermittelt 1934 in einem brisanten Mordfall in Berlin, unter dem kritischen Blick der SA. Zwischen beruflichem Frust, politischem Druck und persönlichen Sehnsüchten sucht er seinen Weg.

Leicht ist es für Gereon Rath in Berlin unter den Nationalsozialisten nicht: Der Kommissar, aus Köln in die Hauptstadt strafversetzt, muss in seinem sechsten Fall in die Folterkeller der SA abtauchen und seine Aktionen genau abwägen. Ein SA-Mann wurde ermordet unter einer Eisenbahnbrücke aufgefunden, neben ihm, an der Wand, die Parolen der Kommunisten. Schnell scheinen die Schuldigen klar. Doch die Verstrickungen reichen weit hinein in das politische und gesellschaftliche Geschehen jener Zeit.
Gereon Rath muss sich entscheiden: Inwieweit folgt er der Macht, seinem eigenen Gewissen oder den Wünschen seiner Ehefrau Charlie, die gleich mehrfach in Gefahr gerät.

Volker Hahn zeichnet detailreich das Bild einer Gesellschaft, in der sich der Einzelne einer Mehrheit gegenübersieht, deren Meinung er ablehnt. Gleichzeitig schildert er das Leben in der Metropole zu einer Zeit als die Gulaschsuppe noch 30 Pfennig kostete, Männer den Arbeitsvertrag ihrer Ehefrauen unterzeichnen und die Hitlerjugend die Kinder in die Natur führt.

Eine Rezension von Berit Hempel

Volker Kutscher im Gespräch über "Lunapark"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch | 19.11.2016 | 13:40 Min.

Download

Literaturangaben:
Volker Kutscher: Lunapark
Kippenheuer & Witsch, 560 Seiten, 22.99 Euro

Stand: 17.11.2016, 14:40