Christine Wunnicke über "Katie"

Christine Wunnicke über "Katie"

Christine Wunnicke über "Katie"

Wie Christine Wunnicke in ihrem neuen Roman "Katie" spiritistische Philosophie und Wissenschaftsgläubigkeit anhand historischer Figuren satirisch verarbeitet, lässt den Leser zugleich schmunzeln und grübeln.

Es steht nicht gut um den auf die 40 zugehenden Physiker William Crookes. Er lebt im London der 1870er Jahre. Seine Forschung stagniert. Geldnöte stellen sich ein. Da kommt ihm dieser Auftrag ganz recht. Er soll ein Medium begutachten. Soll prüfen, ob ein junges Mädchen aus dem Londoner Arbeiterviertel wirklich in der Lage ist, den Geist von "Katie" heraufzubeschwören.

Christine Wunnicke hat den realen Fall des Mediums Florence Cook als Ausgangspunkt genommen, um einen schlanken, süffigen Roman zu schreiben, der besonders durch seine Multiperspektivität und seinen schnörkellosen Stil überzeugt. Ein vergnügliches und unterhaltsames Buch, das auf kurzweilige Art und Weise vorführt, wie einfach Menschen sich selbst betrügen können.

Eine Rezension von Christoph Ohrem

Christine Wunnicke über "Katie"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch | 23.09.2017 | 11:44 Min.

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Literaturangaben:
Christine Wunnicke: Katie
Berenberg Verlag, 176 Seiten, 22 Euro

Stand: 21.09.2017, 12:00