"Auf meinem Weg zur Kindheit" von Adrian Kasnitz

Buchcover: "Kalendarium" von Adrian Kasnitz

"Auf meinem Weg zur Kindheit" von Adrian Kasnitz

Seit 2015 schreibt Adrian Kasnitz an seinem Kalendarium. Jedes Jahr gibt es eine neue Folge, die sich einem Monat widmet. Am Ende werden es 12 sein, die 365 Tag im Leben des Dichters poetisch reflektieren.

Der 1974 in der polnischen Provinz Ermland an der Ostsee geborene und in Lüdenscheid aufgewachsene Kasnitz ist kein Unbekannter.

9 Gedichtbände, Essays und Prosa, stehen auf seiner Veröffentlichungsliste, sowie unzählige Beiträge in Zeitungen und Anthologien. Zudem ist er auch noch Verleger, der Kölner Verlag Parasitenpresse wurde von ihm mitbegründet.

Kalendarium #3 ist die dritte Folge seines Jahresprojekts und spiegelt den Monat März 2017 im Universum von Adrian Kasnitz. 31 Gedichte für 31 Tage plus 4 Farbcollagen des Autors sind hier auf 35 Seiten zu lesen.

Angefangen am 01.03. mit "Ein verschwindendes Selfie" über "Ums Eck", "Im Keller", "Auf meinem Weg zur Kindheit", "Norwegen" bis zum 31. 03., "Bruinisse" - jeder Tag ist eine kleine poetische Story wert.

Kasnitz hat, was er für bemerkens- und verdichtungswert hielt auf maximal einer Seite zu Papier gebracht. Ob Zuhause, auf Reisen oder in der Vorstellung, Adrian Kasnitz ist ein genauer Beobachter und feiner Analytiker.

Die präzise Darstellung wird möglich durch seinen souveränen Umgang mit Sprache, der viel Erfahrung und Routine verrät. Kalendarium #3 von Adrian Kasnitz ist zwar ein schmales Bändchen, hat aber einen weiten Horizont und macht großes Lesevergnügen.

Eine Rezension von Matthias Elhers

Literaturangaben:
Adrian Kasnitz: Kalendarium #3. Gedichte
Parasitenpresse, 38 Seiten, 10 Euro

Stand: 07.09.2017, 13:24