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WDR 5 - ausgezeichnet!

WDR 5 - ausgezeichnet!

WDR 5 setzt mit einem breiten Themenspektrum und mit einer Vielfalt an Formen und Formaten ganz aufs Wort. Wir freuen uns, dass wir dafür regelmäßig mit bedeutenden Radiopreisen ausgezeichnet werden.

Peter Scholl-Latour Preis für Dokumentarfilmerin Erika Harzer

"Der mittelamerikanische Exodus" wurde am 29. September 2016 mit dem Peter Scholl-Latour Preis für die Berichterstattung über das Leid von Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten ausgezeichnet. Ulrich Wickert überreichte Erika Harzer den mit 6000 Euro dotierten Preis. Jurymitglied Paul-Josef Raue fasst die Bewertung wie folgt zusammen: "Wer sich dieses Feature anhört, dem kommen die Bilder der Kinder ganz nah. Kinder, die auf Züge springen, die mit Schleusern ringen, die sterben. Diese Bilder werden so lebendig. Es ist faszinierend erzählt, fast ein Hörspiel. Man wird gebannt, richtig reingezogen in diesen Hör-Film. Er ist preiswürdig ohne Ende."

Erika Harzer bei der Preisverleihung des Peter Scholl-Latour Preises

Bei der Preisverleihung: Eva Scholl-Latour, Ulrich Wikert und Erika Harzer (v.l.)

WDR 5 sendete das Feature (Produktion: BR/DLF/WDR) am 7. Juni 2015. In der Programmankündigung hieß es:

Der Weg in den Norden ist eine mörderische Route. Viele der jungen Flüchtlinge geraten dabei in die Hände von Drogenkartellen, Entführern, Menschenhändlern oder auch der Migrationspolizei. All die Gefahren halten sie nicht davon ab, sich auf den Weg in die USA zu machen. Dort glauben sie, ein Leben führen zu können, das ihnen mehr bietet, als der gewalttätige Alltag, den sie in ihren Heimatländern erlitten haben. Doch Präsident Obama erwägt angesichts des Ansturms Minderjähriger eine Gesetzesänderung, um diese Kinder schneller abschieben zu können. Die Heimatländer gelten nicht als Kriegsregionen und doch sind sie Ausgangspunkt des Exodus. Die Geschichte der Kinder einer vergessenen Region, die Geschichte einer humanitären Katastrophe.

Hören Sie die spannende Geschichte, von der Erika Harzer berichtet:

Axel-Eggebrecht-Preis für freie WDR-Autorin Margot Overath

Radiofeature-Autorin Margot Overath (zuletzt Civis-Preisträgerin 2015) erhält 2016 den Axel-Eggebrecht-Preis. Ausgezeichnet werden deutschsprachige Autorinnen und Autoren, die mit ihrem Lebenswerk die Entwicklung des Hörfunk-Features geprägt und inhaltlich wie akustisch-kreativ voran gebracht haben. Overath ist seit drei Jahrzehnten für WDR, SFB, RBB, MDR, NDR und weitere Anstalten tätig. Der mit 10.000 Euro dotierte Axel-Eggebrecht-Preis der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig wird im Rahmen des Sommerfestes der Medienstiftung am 30. August 2016 in Leipzig überreicht.

Margot Overath

Margot Overath wird am 30. August 2016 den Axel-Eggebrecht-Preis entgegennehmen

Vielfach geehrt wurde Margot Overath für ihre Features über den Asylbewerber Oury Jalloh aus Sierra Leone, der 2005 in Polizeigewahrsam in Dessau ums Leben kam - u.a. für "Oury Jalloh. Die widersprüchlichen Wahrheiten eines Todesfalls" (WDR 5 Dok 5 vom 2.11.2014). Ihre Recherchen trugen dazu bei, dass inzwischen wegen Mordverdachts gegen Unbekannt ermittelt wird.

Klaus-Rainer Jackisch erhält Friedrich-Vogel Preis für herausragenden Wirtschaftsjournalismus

Für das Feature "Machtzentrum Europäische Zentralbank – der Wandel der Währungshüter zur Schattenregierung" (DOK 5, 14.09.2014) wurde Klaus-Rainer Jackisch mit einem Hauptpreis der Friedrich und Isabel Vogel-Stiftung ausgezeichnet. Dieser ist mit 4.000 Euro dotiert und wurde am 17.11.2015 in der Niederlassung der Allianz Deutschland AG in Frankfurt am Main verliehen.

Acht Journalisten vor der Niederlassung der Allianz Deutschland AG in Frankfurt am Main

Der Friedrich-Vogel-Preis wurde am 17.11.2015 in der Niederlassung der Allianz in Frankfurt am Main verliehen


Urteil der Jury: Dr. Jakisch konnte eine Reihe maßgeblicher Akteure in diesem Veränderungsprozess vor das Mikrofon holen und so den Wandel der EZB illustrieren und nachzeichnen. Als wesentliche Ursache für den Machtzuwachs macht er das Vakuum aus, das die Mitgliedsstaaten verursacht hatten, weil sie auf nationalen Zuständigkeiten beharren und sich nicht auf eine gemeinsame Linie einigen können. Interessantes und abwechslungsreich gestaltetes Feature, das durch wechselnde O-Töne und eingeschobene Musikstücke nicht langweilig wird, trotz seiner Länge von 55 Minuten. Saubere und vollständige Recherche, die die Entwicklung der EZB allgemeinverständlich nachvollzieht.

Brigitte Osterath erhält Journalistenpreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Für ihr Leonardo Feature "Lebensmittelzusatzstoffe sind besser als ihr Ruf" hat die WDR-Autorin Brigitte Osterath den Journalistenpreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in der Kategorie Hörfunk bekommen. Der Preis wurde am 16.11.2015 in Hamburg verliehen und ist mit 2.000 Euro dotiert.

Erdbeerjoghurt

Laut Autorin Brigitte Osterath spielen Zusatzstoffe eine geringere Rolle für die Gesundheit als unser Ernährungsverhalten

Die Begründung der Jury:
Das gelungene und sachlich fundierte Feature greift mit Zusatzstoffen ein kontrovers diskutiertes Thema auf. Negative Wirkungen einzelner Zusatzstoffe, u. a. Aspartam, Glutamat oder Chinolingelb lassen sich wissenschaftlich häufig nicht nachweisen. Trotzdem reagieren Verbraucher sensibel darauf und beeinflussen mit ihrem Verhalten den Markt. Letztendlich spielen, so die Autorin, weniger die Zusatzstoffe eine Rolle für die Gesunderhaltung als vielmehr unsere Lebensmittelauswahl und unser Ernährungsverhalten.

Das Feature wurde am 17.09.2014 in Leonardo gesendet.

WDR-Autorin Mechthild Müser erhält Juliane Bartel Medienpreis

Für ihr WDR 5-Feature "Jede Nacht haben sie andere geholt – Vergewaltigung als Kriegsstrategie" hat Mechthild Müser anlässlich der Juliane Bartel Medienpreis-Verleihung den ersten Preis in der Kategorie Hörfunk gewonnen.

Ihr Feature thematisiert vor allem am Beispiel der Massenvergewaltigungen während des Bosnienkrieges in den 90er Jahren, wie körperliche und psychische Dauerverletzungen gezielt herbeigeführt werden, um Familien- sowie Dorf- und Nachbarschaftsgemeinschaften nachhaltig zu zerstören. Die Autorin beschäftigt sich dabei intensiv mit den Fragen, ob Vergewaltigung von Frauen eine besonders effektive Kriegswaffe ist und was Soldaten oder Polizisten dazu bringt, ihre Macht auf diese Weise zu demonstrieren? "Das Feature ist sehr gut komponiert. Mithilfe der gut ausgewählten Protagonistinnen gelingt der Autorin ein tiefgehender Einblick in ein erschütterndes Thema", so die Laudatio. Die Redaktion für das Feature hat Dorothea Runge (WDR).

Zwei WDR-Radioproduktionen gewinnen Prix Europa 2015

Das ARD/WDR radiofeature "Wie Terror entsteht" und das WDR 3 Hörspiel "Orpheus in der Oberwelt – eine Schlepperoper" sind in Berlin als beste europäische Produktionen mit dem Prix Europa 2015 ausgezeichnet worden.

Das vom WDR produzierte ARD radiofeature "Wie Terror entsteht – über die Eskalation von Gewalt" von Johanna Braun gewinnt die Auszeichnung als beste europäische Radio-Recherche des Jahres.

Das Hörspiel "Orpheus in der Oberwelt – eine Schlepperoper" wird als bestes europäisches Radio-Drama des Jahres geehrt. Es thematisiert das aktuelle Flüchtlingsdrama an der Grenze zur Europäischen Union.

Dok 5 Feature "Zaatari" gewinnt Bronze bei den
"New York Festival's International Radio Program Awards"

Das Feature "Zaatari" von Monika Kalcsics, eine Koproduktion von WDR, BR und ORF, wurde beim renommierten internationalen 2015 New York Festival in der Kategorie The World's Best Radio Programs mit Bronze ausgezeichnet. Damit wurde die Sendung in den Rang der weltbesten Radiodokumentation dieses Jahrgangs erhoben.

Monika Kalcsics, vielfach prämierte Feature-Autorin und Journalistin, hat sich an die syrisch-jordanische Grenze begeben, wo sie der Frage nachgeht, wie man sich einen Alltag in einem Flüchtlingslager aufbaut. In Zaatari leben knapp 100.000 Menschen, die dem Krieg in Syrien entflohen sind.

Stand: 06.10.2016, 12:55