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Wie poppt’s am besten?

Eine Schüssel voll mit Popcorn

Das Popcorn in der Wissenschaft

Wie poppt’s am besten?

Von Sarah Ziegler

Wenn aus einem Maiskorn ein fluffiges Popcorn wird, ist das nicht nur schön anzuschauen. Auch das typische Pop-Geräusch und das "In-die-Luft-Gehen" darf nicht fehlen. Französische Forscher wollten Genaueres darüber wissen.

Wird Popcornmais erhitzt, platzt er auf und die enthaltene Stärke bildet schwammartige Ausstülpungen. Das Popcorn ist fertig! Ein einfacher, aber faszinierender Vorgang. Zwei französische Forscher wollten Genaueres über das Verhalten des Korns beim Poppen wissen. Sie haben es mit einer Hochgeschwindigkeitskamera gefilmt und zusätzlich Tonaufnahmen gemacht.

Test 1: die ideale Popp-Temperatur

Schon frühere Popcorn-Studien haben gezeigt, dass sehr hohe Temperaturen nötig sind, um die Maiskörner zum Platzen zu bringen. Auch die beiden Franzosen stellten nun fest: 180 Grad sind perfekt – dann platzen 96 Prozent aller Maiskörner tatsächlich auf! Schon wenige Grad darunter sinkt die Erfolgsquote beträchtlich.

Test 2: der Sprung

Manche gepoppten Körner springen mehrere Zentimeter hoch. Die Aufnahmen der Forscher zeigen, dass beim Platzen eine Art Beinchen auf einer Seite des Korns entsteht. Das Beinchen drückt das ganze Korn vom Boden ab und lässt es einen rund anderthalbfachen Salto drehen. Etwa 490 Grad um die eigene Achse schafft das poppende Korn in 100 Millisekunden.

Test 3: das Popp-Geräusch

Was genau verursacht diesen Laut? Das Aufplatzen der äußeren Hülle des Korns? Der Aufprall nach dem Sprung? Beides falsch, schließen die Popcorn-Forscher aus ihren Bild- und Tonaufnahmen. Darauf waren schon einige Risse im Korn zu sehen, ohne dass ein Geräusch aufgenommen wurde – und vor dem Aufprall war der Pop-Laut längst wieder verstummt. Verursacher des Geräuschs ist den Forschern zufolge Wasserdampf. Er entwickelt sich beim Erhitzen aus der im Korn gespeicherten Feuchtigkeit. Entweicht er dann abrupt und blitzschnell durch einen der Risse werden die Ausbuchtungen des Korns in Schwingung versetzt und klingen.

Redaktion:
Anna Sebastian

Stand: 11.02.2015, 16:05