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Service Computer - Wo bleibt meine Bestellung?

Junger Mann verfolgt Paketzustellung per Smartphone.

Pakete verfolgen mit Computer und Smartphone

Service Computer - Wo bleibt meine Bestellung?

Von Michael Stein

Der Online-Handel boomt – immer mehr Menschen bestellen Bücher, Heimtrainer und Marmelade im Netz. Alle großen Logistik-Unternehmen bieten inzwischen jede Menge Service, wenn es darum geht, Paket-Sendungen zu "tracken“, umzuleiten oder den Zustell-Zeitpunkt zu bestimmen.

Sendungsnummer

"Sendungsverfolgung" nennen die Transportunternehmen wie Deutsche Post/ DHL, UPS, DPD oder Hermes das Beobachten eines Paketes auf seiner Reise vom Absender zum Empfänger. Damit das funktioniert, braucht man die so genannte Sendungsnummer. Nur normale Päckchen sowie Briefe und Warensendungen haben keine solche Nummer. Beim Aufgeben eines Briefes als "Einschreiben" oder "Wertbrief" wird ebenfalls eine solche Nummer vergeben. Mithilfe der Sendungsnummer kann man sein Paket und seinen Brief sowohl als Empfänger als auch als Absender verfolgen. Beim Abgeben einer Sendung sollte daher man immer einen Nachweis über diese Nummer verlangen und dieses Zettelchen gut aufheben.

Per Web und App

Um ein Paket anhand der Sendungsnummer zu lokalisieren ("Tracking"), gibt es mehrere Möglichkeiten. Alle Transportunternehmen haben auf ihrer Website eine Funktion zum Abfragen des Sendungsstatus‘. Hier lässt sich die Sendungsnummer eingeben. Viele Transportunternehmen bieten Vielnutzern außerdem eine eigene App fürs Smartphone an. Mittlerweile gibt es aber auch unzählige Apps von unabhängigen Programmierern, mit denen sich die Sendungen nicht nur eines einzelnen sondern aller gängigen Transportunternehmen verfolgen lassen. Einige Apps bieten "merken" sich den Status eines einmal gesuchten Paketes und zeigen laufend den aktuellen Status an, indem sie die Daten in regelmäßigen Abständen beim Transportunternehmen abfragen. Die Apps lassen sich über die App-Stores der Smartphones finden und herunter laden. (Stichworte: "Sendungsverfolgung", "Paket", "Tracking").

Einige große Online-Versender (z. B. Apple, Amazon) bieten aber auch direkt den Service an, die bei ihnen bestellten Waren innerhalb des Kundenkontos zu verfolgen. Oft sind diese Angaben leider nicht so aktuell wie die, die man vom Transportunternehmen selbst bekommt.

Verfolgung schrittweise

Von den Status-Meldungen darf man aber nicht nicht erwarten, dass sie den exakten Standort des Paketes anzeigen. Um das zu realisieren, müssten die Pakete mit einem GPS-Sender ausgestattet sein, der die jeweils aktuelle Position meldet. Die Daten der Sendungsverfolgung basieren auf einzelnen Scans: Die Transportunternehmen erfassen die Pakete mehrfach auf ihrem Weg vom Absender zum Empfänger. Den jeweils letzten Scan-Ort (z. B. "Start Paketverteilzentrum" oder "auf dem Transportweg") bekommt man dann angezeigt. Die Daten können vom Absender oder Empfänger abgerufen werden. Oft muss man zusätzlich noch die Postleitzahl des Empfängers angeben, um Missbrauch auszuschließen.

E-Mail vom Paket

Einige Transportunternehmen (z. B. Deutsche Post/ DHL) bieten außerdem den Service, dass sie die Empfänger von Paketen automatisch per E-Mail und/ oder SMS informieren, wann das Paket ankommt. Damit das funktioniert, muss man sich ein Mal registrieren (für DHL-Pakete z. B. bei"www.paket.de"). Da man dort dann auch seine E-Mail-Adresse und Mobilfunknummer angibt, erhält man die Benachrichtigung sogar per SMS. Dazu werden die Adressdaten eines Paketes beim Scannen im Paketverteilzentrum erfasst. Ist der Empfänger in der Datenbank der registrierten Benutzer, wird eine Paketbenachrichtigung verschickt.

Websites der großen Paket-Versender

Online frankieren

Richtig komfortabel wird das Versenden von Paketen (und auch Briefen), wenn man die Sendungen nicht nur online verfolgen sondern auch aufgeben oder vorbereiten kann. Fast alle großen Transportunternehmen bieten das – mit unterschiedlich viel Komfort – auch privaten Paket-Versendern an. Zur Nutzung der Dienste muss man sich ebenfalls registrieren. Die Deutsche Post/ DHL bietet eine "Portokasse" an, die sich über das eigene Bankkonto aufladen und dann abarbeiten lässt. Wer einen Paket-Laden des jeweiligen Transportunternehmens in der Nähe hat kann sein Paket auch online vorbereiten und es dann im Laden abgeben und bezahlen. Einige Firmen bieten auch die Abholung des Paketes an – das kann allerdings schnell noch 'mal so viel kosten wie der eigentliche Versand. Auch das Einliefern und Bezahlen über eine Packstation oder Paketbox der Post/ DHL ist möglich. Diese Paket-Automaten stehen z. B. auf Bahnhöfen oder oft auch auf Parkplätzen großer Supermärkte.

Hier lassen sich auch Briefe nachverfolgen

Redaktion:
Joachim Hecker

Stand: 02.02.2016, 10:05

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