Fresstour für Mutige

Fresstour für Mutige

Mumbai – das ist für viele vor allem: voll, laut, dreckig. Als Mekka für Feinschmecker gilt die Stadt nicht. Dabei winken in Mumbai an unzähligen Straßenständen spannende Geschmackserlebnisse. Eine "Food Tour" als Mutprobe.

Mihir Govilkar und seine Kunden am Anfang seiner kulinarischen Tour

"Ist es wirklich unbedenklich, in Indien an Straßenständen zu essen?" - Mihir Govilkar (rechts) wirbt um Vertrauen für seine kulinarische "Food Tour" durch Mumbai.

"Ist es wirklich unbedenklich, in Indien an Straßenständen zu essen?" - Mihir Govilkar (rechts) wirbt um Vertrauen für seine kulinarische "Food Tour" durch Mumbai.

Lecker und erfrischend: der "Munderfrischer" Paan in der praktischen Blattrolle vom Betelpfeffer.

Das Paan für Govilkars heutige Gäste kommt aus dem "Dilkhush Paan Shop". Zu den Zutaten gehören Anis, Kokosnussstreusel, Limette.

Mohamed Adjim ist zufrieden: Weil er für seinen Arbeitgeber immer mehr Paans verkauft, verdient er über hundert Euro im Monat und kann seine Kinder auf eine "ordentliche" Schule schicken.

Und vom ganzen Tanduri-Hühnerschmaus der südafrikanischen Familie von Veeren guckt neben ein paar Beinen auch noch ein komplettes Tanduri-Chicken von der Tischmitte.

Gerührt, nicht geschüttelt: Am "Kandeel Saftzentrum" werden neben Ananas-, Granatapfel- und Limetten-Shakes auch Mango-Spezialitäten serviert.

Als Tier weiterhin heilig, als Rindfleisch heute in Mumbai illegal: Eine Kuh auf einer kleinen Inspektionstour durch den Hauptbahnhof von Mumbai.

Echt nur mit der Geheimsauce am Stand der Familie Horsatum vor dem Zentralen Telegraphenamt am Flora-Brunnen: Der City Vada Paav - ein Kartoffelklops, der wie ein Hamburger zwischen Brothälften serviert wird.

Indisches Essen sei zwar würzig, aber keineswegs immer scharf, meint Führer Mihir Govilkar. Dies setzt aber eine fachmännische Vorauswahl voraus: Dem Autor wurde in einem südindischen Restaurant schon einmal schwarz vor Augen nach dem Biss in eine eingelegte Pfefferschote.

Delikat, ausgewogen, vegetarisch: die roten Stücke der Berberitze-Beeren mit Reis und ein wenig Möhre.

Auch mal schön, zu sitzen: zufriedener Kunde im Restaurant "Jimmy Boy", das neben köstlichem Essen und bequemen Möbeln sogar eine Klimaanlage bietet.

Büffelmilch-Eis gut, alles gut: Mihir Govilkar und strahlende Kunden am Ende der kulinarischen Tour – die Gruppe kam diesmal aus Indien, Arabien, Europa und Südafrika.

Stand: 30.12.2015, 10:05 Uhr