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Zwischen Nebenkostenschock und Ärger mit Eigentümergemeinschaften

Familie schaut sich eine neue Wohnung an

Mieten oder Kaufen

Zwischen Nebenkostenschock und Ärger mit Eigentümergemeinschaften

Von Jessica Sturmberg

Der Wohnungsmarkt ist im Wandel. Immobilienkonzerne haben große Wohnungsbestände aufgekauft und den Mietmarkt verändert. Viele Menschen haben die günstigen Zinsen genutzt, Eigentumswohnungen zu kaufen. Doch auch der Traum vom Eigentum ist nicht immer so traumhaft wie gedacht.

Das Verhältnis zwischen Mietern und Vermietern hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Es gibt immer öfter Ärger wegen mangelnder Instandhaltung. Die häufigste Streitursache zwischen Vermieter und Mieter sind die Nebenkosten, berichten die Mietervereine. Auch bei Kündigungen und Rückzahlung von Kautionen kommt es häufig zum Zerwürfnis. Bei Streitigkeiten zwischen privaten Kapitalanlegern und Mietern sind unklare Mietverträge ein häufiger Grund.

Die anhaltend niedrigen Zinsen machen es weiter attraktiv, eine eigene Wohnung zu kaufen. Allerdings ist das Preisniveau an den attraktiven Standorten, meist Innenstadtnähe, auch stark gestiegen. Das macht bei genauerem Hinschauen nicht jede Finanzierung so interessant wie sie zunächst scheint.

Zudem werden bei Bauvorhaben nicht immer alle Nebenkosten transparent gemacht. Beispielsweise Verträge mit Energieversorgern oder Verwaltungsgesellschaften. Es lohnt sich Bauverträge durch einen eigenen Juristen prüfen zu lassen. Oft stecken in den Verträgen Klauseln, die sich erst hinterher als teure Tücken erweisen. Vielen Erwerber ist zudem nicht bewusst, was Eigentümergemeinschaften mit sich bringen können. Beispielweise teure Anschaffungen beim Gemeinschaftseigentum, die alle mittragen müssen.

Stand: 29.01.2016, 14:36

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