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Schreibend die Welt verändern

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Trend zum konstruktiven Journalismus

Schreibend die Welt verändern

Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. So lautet ein wichtiger Glaubenssatz vieler Journalisten. Schluss damit, fordern die Anhänger der "constructive news".

Konstruktiver Journalismus, so nennt sich ein Trend, der auch in Deutschland immer bedeutsamer wird. Zu negativ sei das Bild, das die traditionellen Medien von der Welt vermitteln, behaupten Anhänger dieses Ansatzes. Und sie finden Gehör in vielen deutschen Redaktionen, die durch eine veränderte Akzentsetzung in der Berichterstattung auf höhere Auflagen und bessere Quoten hoffen. Spiegel online experimentierte im letzten Jahr verstärkt mit Geschichten, die auch bei "düsteren Themen einen Aspekt aufzeigen, der Hoffnung macht, einen Ausweg aufzeigt." In Münster sammeln die Macher von Perspective Daily per Crowdfunding Geld, um ein Portal für konstruktiven Journalismus aufzubauen. Scala fragt, ob die Hinwendung zum Konstruktiven ein Ausweg aus der andauernden Medienkrise sein könnte. Und wo künftig die Grenze zwischen Aktivismus und Journalismus verläuft.

Ein Gespräch mit Tobias Hochscherf, Professor für audiovisuelle Medien an der FH Kiel.

Redaktion: Sefa Suvak

Stand: 09.02.2016, 14:05