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Für Rechte und Würde im Rotlichtmilieu

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Jutta Geißler-Hehlke unterhält sich mit einer jungen Frau

Jutta Geißler-Hehlke, Dortmunder Mitternachtsmission

Für Rechte und Würde im Rotlichtmilieu

Von Sigrun Rottmann

Seit mehr als drei Jahrzehnten setzt sich Jutta Geißler-Hehlke für die Rechte von Prostituierten und Opfern von Menschenhandel ein. Als sie 1979 als pädagogische Mitarbeiterin bei der Dortmunder Mitternachtsmission anfing, war sie zunächst geschockt über Gewalt und Elend im Rotlichtmilieu.

"Über Prostitution war bei uns zuhause so gut wie nicht gesprochen worden." Sieben Jahre später übernahm sie die Leitung der 1918 gegründeten Beratungsstelle, baute den Bereich Streetwork aus und war weiter auf dem Straßenstrich und in Bordellen in der Linienstraße unterwegs, um Prostituierte zu beraten und Opfer von Menschenhandel zu befreien. Geißler-Hehlke erarbeitete sich den Respekt von Clubbetreibern, städtischen Ämtern und Polizei gleichermaßen und brachte sie am Dortmunder "Runden Tisch Prostitution" zusammen. Sie habe zwar einiges bewegen können, aber die Brutalität in der Szene habe ihr auch zugesetzt: "Manchmal wollte ich mir nur noch die Decke über den Kopf ziehen und weinen".

Redaktion:
Mark vom Hofe