Neues von Robin Hood

Judith Klinger

Redezeit mit Dr. Judith Klinger

Neues von Robin Hood

Frei und gesetzlos, ein radikaler Befürworter bedingungsloser Umverteilung: So beschreiben zahlreiche Geschichten den Räuberhelden Robin Hood. Die Germanistin Dr. Judith Klinger erforscht den Hintergrund der Erzählungen.

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 28.09.2015 | 26:20 Min.

Gast: Dr Judith Klinger, Germanistin, Moderation: Thomas Koch © WDR 2015

"Robin Hood stand in Sherwood, in Kapuze und Hut, Hosen und Schuhen, 24 Pfeile hielt er in seinen Händen." Dieser Vers aus dem frühen 15. Jahrhundert zeichnet anschaulich das Bild, das jeder vor Augen hat, der an den berühmten Geächteten denkt. Der Herr der Wälder. Der Rächer der Enterbten – Robin Hood, ein gesetzloser und zugleich ein Symbol für die soziale Umverteilung. Mythos oder Realität?

Die Geschichte vom edlen Räuber, der den Reichen nimmt, um die Armen zu beschenken, wurzelt tief im Mittelalter, und vieles darin ist rätselhaft. Die Potsdamer Germanistin Judith Klinger legt den historischen Kern der Legende frei und schildert Robin Hoods Aufstieg vom Outlaw zum Superhelden der Popkultur. Und obwohl er jetzt schon um die 700 Jahre alt ist und es unzählige Verfilmungen gibt, scheint dieser Mythos Robin Hood aktueller denn je.

Lesetipp:
Judith Klinger, "Robin Hood: Auf der Suche nach einer Legende",Lambert Schneider Verlag, 2015

Stand: 28.09.2015, 10:05