Hotline für Opfer

Situation Silvester am Kölner Hbf

Interview - Gewalt in der Silvesternacht

Hotline für Opfer

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat für Frauen, die in der Silvesternacht Opfer von sexuellen Übergriffen geworden sind, eine Telefon-Hotline geschaltet. Ein Gespräch mit Karin Fankhänel vom LVR.

Karin Fankhänel möchte möglichst schnelle Hilfe sicherzustellen. Denn die Opfer stünden zunächst unter Schock und brauchen jetzt einen Ansprechpartner. Deshalb ist beim LVR täglich zwischen 9 und 17 Uhr unter der Nummer 0221/8096777 ein geschulter Ansprechpartner, eine Ansprechpartnerin erreichbar. Fragen, die sich die Opfer jetzt stellen, seien vor allem: "Was kann ich tun, was kann für mich getan werden?". Diese Hotline habe der LVR spontan eingerichtet. "Aber wir haben auch eine zentrale Hotline, wo man sich Hilfe holen kann." Bei der Hotline erhielten Frauen Informationen über das psychologische Hilfsangebot der Traumaambulanzen im Rheinland sowie über mögliche (finanziellen) Hilfen im Rahmen des Opferentschädigungsgesetzes.

"Wir hatten schon die ersten Anrufe," sagt Fankhänel, "teilweise auch anonym, aber das ist in Ordnung." So könnten die Opfer dort erfahren, wo sie sich behandeln lassen können, unter anderem in Ambulanzen, die die psychologische Erstversorgung übernehmen.

Redaktion: Jochen Zierhut

Stand: 07.01.2016, 17:48