Service Technik - Heizungswartung

Hand dreht an Heizungsthermostat

Einmal im Jahr ist sinnvoll

Service Technik - Heizungswartung

Von Melih Serter

Ist der Winter vorbei, muss die Heizung also nicht mehr ständig laufen, sollte man über eine Heizungswartung nachdenken. Verschleißteile wie Pumpen, Düsen, Filter oder Kessel werden dabei überprüft.

Ganz gleich, ob Gas, Öl oder Pellets - viele Heizungen in Deutschland laufen rund um die Uhr, und das oft sogar unabhängig von der Jahreszeit. Fällt die Heizung einmal aus, wird das schnell unangenehm. Vor allem, wenn auch der Warmwasser-Bedarf über die Heizungsanlage geregelt wird. Morgens unter der kalten Dusche zu stehen, macht keinen Spaß. Deshalb raten Heizungsinstallateure, die Anlage einmal im Jahr durchchecken zu lassen und bei Bedarf auch die Verschleißteile zu erneuern.

Bevor der Schornsteinfeger kommt

Allein aus finanzieller Sicht ist es ratsam, den regelmäßigen Heizungscheck nicht zu versäumen. Denn jede Heizung, so gut sie vorher auch eingestellt wurde, weist nach zwölf Monaten Dauerbetrieb veränderte Messwerte auf. Bei Ölheizungen etwa verschleißen meist die Düsen, durch die in der Regel zwischen 1500 und 2000 Liter Öl pro Jahr gepresst werden. Dadurch verändern sich nicht nur die Abgas- und Emissionswerte, die Heizung beginnt auch übermäßig zu rußen. Wenn auch nur ein Wert außerhalb des Toleranzbereiches liegt, verweigert der Schornsteinfeger die Betriebserlaubnis und fordert die sofortige Problembehebung. Und weil der Schornsteinfeger zur Wiederholungsmessung kommen muss, setzt er dies mit auf die Rechnung und es wird doppelt so teuer.

Kosten: bis 120 Euro

Eine normale Heizungswartung ist nicht allzu teuer. Für 100 bis 120 Euro befreit der Heizungsinstallateur den Heizkessel und die Abgasrohre vom Ruß, tauscht die Düse und den Filter aus und stellt die Ölheizung optimal ein. Die Wartung von Gasheizungen ist in der Regel viel preiswerter, da hier seltener Verschleißteile ausgewechselt werden müssen. Aber auch bei einer Gasheizung muß das Luft-Gasgemisch eingestellt werden, damit sie effizient arbeitet. Pellet-Anlagen hingegen dürfen naturbedingt etwas mehr rußen. Viele Schornsteinfeger empfehlen, die Heizung vor der nächsten Heizperiode warten und einstellen zu lassen, da die Anlage dann weniger verbraucht und somit Geldbeutel und Umwelt schont.

Nachtanken nicht vergessen

Noch vor wenigen Jahren wurde geraten, die Heizöltanks im Sommer aufzufüllen, weil das Heizöl dann am günstigsten war. Das hat sich inzwischen geändert. Spekulanten an der Börse reagieren mittlerweile schnell auf kleinste politische Krisenzeichen. Auch Umweltaspekte wie Stürme und extreme Wintereinbrüche oder der schwankende Euro-Dollar-Kurs wirken sich sofort auf die Ölpreise aus. Deshalb sollten Heizölkunden regelmäßig die Preise im Internet verfolgen und im günstigen Moment zuschlagen. Im Augenblick liegt der Preis für einen Liter Heizöl übrigens bei knapp 80 Cent und ist damit günstiger als vor einem Jahr.

Redaktion:
Joachim Hecker

Stand: 05.05.2014, 16:05

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