Leben und Sterben auf einer Palliativstation: Die Zeit, die noch bleibt

Leben und Sterben auf einer Palliativstation: Die Zeit, die noch bleibt

Von Reinhard Schneider

Sterben in Würde; ein letzter Wunsch der vielen Menschen allein zuhause oder im gehetzten Klinikalltag verwehrt bleibt. Zwei Wochen lang begleitete der Autor rund um die Uhr Patienten, Angehörige und das Personal einer Palliativstation und zeichnete auf, wie der Abschied vom Leben unter günstigen Umständen gleichsam "gelingen kann".
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Gang auf einer Palliativstation

Irmgard B. führte einst ein kleines Flugunternehmen, jetzt liegt sie im Sterben und singt mit einer Musiktherapeutin alte Schlager. Im benachbarten Zimmer versucht Burkhard B. die Ärzte davon zu überzeugen, seinen nahenden Tod zu beschleunigen. Die Frau eines todkranken Orchestermusikers wirkt plötzlich wie gelöst, als sie erfährt, dass ihr Mann in wenigen Tagen sterben wird. Es war nicht nur Kummer und Leid, die der Autor erlebte, sondern zugleich Hoffnung und Trost. Auch wenn die gesetzlichen Bestimmungen es nicht gerade einfach machen - die Palliativmedizin sucht einen Weg zwischen Sterbebegleitung und -hilfe, denn auch der Tod braucht wie die Geburt menschliche Anteilnahme und unterstützende Zuwendung.

Die Zeit, die noch bleibt - Leben und Sterben auf einer Palliativstation

WDR 5 Dok 5 - Das Feature | 10.01.2016 | 52:32 Min.

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Produktion: WDR/SWR 2015
Redaktion: Thomas Nachtigall

Literatur zum Thema:

Christoph Schlingensief: "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! Tagebuch einer Krebserkrankung", Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2009, 254 Seiten, 18,95 Euro

Oliver Sacks, "Dankbarkeit", Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2015, 64 Seiten, 8,00 Euro