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English for runaways

App übersetzt gesprochene Sprache

Service Computer - Übersetzungsprogramme

English for runaways

Von Michael Stein

Einen Text von einer Sprache in eine andere zu übersetzen – das ist für einen Computer nach wie vor eine schwierige Aufgabe. Fehlerfreie Übersetzungen gibt es dabei noch nicht. Immerhin: Für Smartphones oder Tablets gibt es inzwischen Übersetzungs-Apps.

Sachgebiet beeinflusst Qualität

Die größte Auswahl an Übersetzungsprogrammen gibt es für Windows-PCs. Ein Beispiel für ein sehr leistungsfähiges Programm ist "Personal Translator" von der deutschen Firma Linguatec, das mittlerweile schon in der Version 18 erschienen ist. Sieben Sprachpaare in beiden Richtungen stehen zur Verfügung. Die Oberfläche der Software ist sehr übersichtlich: Im oberen Teil wird der zu übersetzende Text eingefügt, darunter erscheint die Übersetzung. Es gibt viele Möglichkeiten, die Übersetzungsqualität zu beeinflussen. Die wichtigste ist die Auswahl des Zusammenhangs oder Sachgebietes, aus dem ein Text stammt. So kann z. B. das englische Wort "cut" im normalen Alltag "Schnitt" bedeuten, in wirtschaftlichen Zusammenhängen könnte man es aber auch mit "Senkung" übersetzen.

Menschliche Nachbearbeitung notwendig

Auffallend bei Programmen dieser Art ist, dass viele Werkzeuge zur Bearbeitung der Übersetzung vorhanden sind. Daraus folgt: Eine Computerübersetzung kommt ohne menschliche Bearbeitung nicht aus. So kann ein Übersetzungsprogramm immer nur eine Hilfe bei der Übersetzung sein oder wird immer dann zum Einsatz kommen, wenn man zunächst nur eine Rohübersetzung braucht, mit der man dann weiter arbeiten will. Die bearbeiteten Texte lassen sich dafür in der Software auch abspeichern und werden von dem Programm zur Verbesserung der Übersetzungsleistung genutzt. Größter Vorteil von Programmen wie "Personal Translator": Alles bleibt auf dem eigenen Computer, nichts wird ins Internet übertragen – das ist wichtig vor allem bei geschäftlichen Texten.

Übersetzen per Internet

Ganz anders zum Beispiel bei Online-Übersetzern wie "Google Translate". Hier wird der zu übersetzende Text in ein Fenster einer Website kopiert, automatisch in ein Google-Rechenzentrum übertragen, dort maschinell übersetzt und wieder an den eigenen Computer zurückgeschickt. Das alles läuft blitzschnell und erreicht eine erstaunlich gute Qualität – abhängig vom Sachgebiet, aus welchem der Text kommt. Einstellen kann man bei diesem kostenlosen Dienst allerdings nichts. Die Texte und Übersetzungen werden von Google gespeichert und zur Verbesserung künftiger Übersetzungen genutzt. Für geschäftliche Texte eignet sich ein solcher Online-Dienst daher besser nicht.

Übersetzung per Smartphone

Für Smartphone und Tablet ist die Auswahl an Übersetzungs-Apps ebenfalls sehr groß und die Ergebnisse sind meistens recht passabel. Kein Wunder, denn fast immer werden die Übersetzungen auf einem Server im Internet gemacht – die jeweilige App dient nur als Oberfläche für die Nutzung. Und: Übersetzungen per Mobilgerät sind meistens Konversationen bzw. kürzere Sätze, bei denen ein maschinelles Übersetzungsprogramm recht erfolgreich übersetzen kann.

Simultan für Unterhaltungen

Ein Beispiel ist die App "Say Hi" (iOS, 4,50 Euro), die in der Basisversion 41 Sprachen beherrscht, weitere kosten extra. Nach der Auswahl des Sprachenpaars tippt man einen Button an und spricht den zu übersetzenden Satz. Die Übersetzung kommt sofort und wird von einem Native Speaker (Sprecher in seiner Muttersprache) gesprochen. Auf diese Weise kann man sich "richtig" unterhalten. Aber: Auch hier ist eine Internet-Verbindung nötig, im Flugzeug bei ausgeschalteten Funkverbindungen, läuft nichts. Fürs iPad gibt es eine spezielle Version ("Table Top Translator", ca. 10 Euro). Dabei können sich zwei Menschen an einem Tisch gegenüber sitzen, das iPad liegt als Übersetzer in der Mitte. Ohne das iPad drehen zu müssen, kann jeder "seine" Seite bedienen und sich auf diese Weise mit seinem Gegenüber unterhalten.

Redaktion:
Joachim Hecker

Stand: 10.12.2014, 16:05

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