Service Computer - Computer für Kinder

Eine Mutter schaut mit ihrer Tochter in ein Notebook

Früh übt sich

Service Computer - Computer für Kinder

Von Michael Stein

Welcher Computer eignet sich für Kinder? Tablet, Notebook oder Desktop-Computer? Welches Modell ist das Richtige für die ersten Schritte in der digitalen Welt? Und wie sollte der Rechner ausgestattet sein?

Es gibt keine Regeln dafür, wann ein Kind seine ersten Schritte am Computer machen sollte. Aufdrängen sollte man ihm den Umgang mit Tablet oder Notebook jedenfalls nicht. Wenn das Interesse erwacht kann man gemeinsam die ersten Erfahrungen machen. Ein Computer ist in keinem Fall ein Ersatz für die Beschäftigung mit dem Kind. Wenn sich ein Kind mit einem Computer beschäftigt, sollte man als Eltern unbedingt dabei sein.

Erst Tablet, dann Notebook

Für die ersten Computer-Erfahrungen eignet sich ein Tablet recht gut. Vor allem dann, wenn man selber eines besitzt, kann man gemeinsam mit dem Kind ein paar Spiele erkunden und so spielerisch den Umgang mit digitalen Geräten ausprobieren. Wenn das Kind selber seinen ersten eigenen Computer bekommt, sollte das aber ein Notebook sein. Ein Notebook lässt sich nämlich auch für die Schule nutzen, das Einüben des Umgangs mit Touchpad und Tastatur ist wichtig für später. Recherchen im Internet lassen sich mit einem Notebook deutlich besser bewältigen als mit einem Tablet. Oft werden auf einem Tablet-Bildschirm außerdem spezielle, abgespeckte Mobil-Versionen der Internet-Seiten angezeigt.

Die Hardware

Ein Notebook für Kinder kann durchschnittlich ausgestattet sein: Das Display sollte 13 oder 15 Zoll groß, die Tastatur nicht zu klein und gut bedienbar sein. 4 GB RAM-Speicher und eine 500 GB große Festplatte sind völlig ausreichend. Als Betriebssystem kann Windows eingesetzt werden, auch Linux eignet sich gut. Wer etwas mehr Geld zur Verfügung hat: Auch ein älteres Macbook-Modell (mit Mac OS X als Betriebssystem) ist eine gute Wahl.

Die Software

Als Grundausstattung sollte neben einem guten Internetbrowser (z. B. "Firefox") ein Office-Paket (Textverarbeitung, Präsentation etc.) installiert sein. Dabei eignen sich gut kostenlose Pakete wie "LibreOffice" oder "OpenOffice". Auch eine gute Kinderschutz-Software gehört auf ein solches Gerät. Empfehlenswerte Pakete findet man z. B. über die Suchmaschine "fragfinn.de". Mit einem solchen Programm kann ein Computer so eingerichtet werden, dass zur Installation von Programmen ein Elternteil gebraucht wird. Auch die Nutzungs- oder Surfzeit lässt sich z.B. mit einem Tages- und /oder Wochenkontingent regeln. Solche Programme sind nicht als Kontrolle oder Bevormundung gedacht – sie schützen Kinder vor möglichen Gefahren in der digitalen Welt.

Eltern mit Grundkenntnissen

Einen Computer kann man heute nicht mehr wie einen Toaster nutzen. Die Möglichkeiten sind zwar vielfältig und toll. Die potentiellen Gefahren sind gerade für Kinder aber noch nicht einschätzbar. Als Eltern sollte man sich daher Grundkenntnisse aneignen, wie man einen Computer so einrichtet, dass er einem Kind nützlich ist und Spaß macht, Gefahren aber abgefedert werden. In keinem Fall ist es eine gute Idee, einen Computer seinem Kind einfach so zu überlassen und darauf zu vertrauen, dass schon alles gut gehen wird. Hier hat man als Eltern eine ganz klare Verantwortung.

Redaktion:
Joachim Hecker

Stand: 27.01.2016, 15:05