Vom Leben in der Weite der mongolischen Steppe

Amélie Schenk (Mitte) mit Nomaden des Altai

Redezeit mit Amélie Schenk

Vom Leben in der Weite der mongolischen Steppe

Schamanismus und Mongolei – da denken die meisten von uns an Abenteuer und Exotik. Der uralte Glaube und das Leben in der Natur sind den Mongolen immer noch wichtig, aber sie werden zunehmend von der Moderne eingeholt.

Amélie Schenk ist Ethnologin und lebt mehrere Monate im Jahr in der Mongolei. Sie erforscht dort den Schamanismus und die nomadische Lebensweise, wobei Forschung für sie vor allem das "Erleben" beinhaltet. Sie hat drei Bücher geschrieben, hält Vorträge, dreht Filme, koordiniert Projekte in einem Verein und macht Ausstellungen mit Kundsthandwerk, das traditionell hergestellt wurde.

Nach ihrem Studium lebte sie bei indigenen Völkern in Nordamerika, von 1984-87 auch in Indien, wo sie an der Benares University in Varanasi lehrte. Von dort unternahm sie Forschungsreisen in den Himalaya, wo sie auf die Mongolei aufmerksam wurde. Seit der dortigen Wende ist das ihr Schwerpunkt, sagt sie. Für ihre Arbeit hat sie 2014 den mongolischen Orden "Polarstern" erhalten

Bücher von Amelie Schenk:
Gesang des Himmels: Galbe - Schamanin des Altai. Nietsch Verlag.
Im Land der zornigen Winde (mit Galsan Tschinag), Unionsverlag.
Mongolei. C.H. Beck Verlag.
Königshuhn und Stutenmilch. Eine Reise durch die Kochtöpfe der Mongolei. Mandelbaum Verlag.

Redaktion: Gundi Große

Stand: 05.01.2016, 10:05