Nachrichtensperre?!

Trauer nach Anschlag in Istanbul

Kommentar - Nach dem Anschlag in Istanbul

Nachrichtensperre?!

Von Thomas Bormann

Nach dem Anschlag in Istanbul am Dienstag gab es zuerst Chaos, dann eine von den Behörden verhängte Nachrichtensperre und dann einen von der türkischen Regierung präsentierten Täter. Dazu ein Kommentar von Thomas Bormann.

Die Türkei soll eigentlich - aus Sicht der Europäer und der Deutschen zumal - bei der Flüchtlingskrise eine zentrale Rolle übernehmen. Sie soll dafür sorgen, dass sich nicht so viele Migranten auf den Weg ins europäische Kernland machen. Ob die Regierung in Ankara die Fäden in der Hand hat? Diese Frage stellt sich nach dem Anschlag von Istanbul Anfang der Woche. Die Türkei kämpft im Inneren an mehreren Fronten: gegen den IS und, nach der Aufkündigung des Friedensprozesses, auch wieder gegen die Kurden. Und während die EU-Finanzminister darum ringen, die versprochene Milliarden-Unterstützung für die Türkei zusammen zu kratzen, gibt sich Präsident Erdogan in Ankara als starker Mann. Seine Botschaft: Wir haben die Lage im Griff. Auch die Presse?!

Stand: 15.01.2016, 16:30