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Chris Rea: Road Songs For Lovers Tour

Chris Rea bei einem Auftritt

WDR 4 präsentiert am 26.10.2017 in Dortmund

Chris Rea: Road Songs For Lovers Tour

Mehr als 30 Millionen Tonträger machen ihn zu einem der erfolgreichsten britischen Rock-Protagonisten. Im Herbst 2017 präsentiert Chris Rea seine "Road Songs for Lovers" auf einer Europa-Tour, die ihn auch nach NRW führt. WDR 4 präsentiert zwei seiner Konzerte in Düsseldorf und Dortmund.

Obwohl in der Rock-Musik verankert, empfand sich Chris Rea immer eher als Individualist. Musiker und Maler, Blues-Aficionado und bekennender Motorsport-Narr, Filmemacher und klassisch beeinflusster Komponist, all diese Attribute treffen auf den vielseitigen und sympathischen Außenseiter zu. Jetzt meldet sich Chris Rea zurück mit einem Album großartiger Rock-Balladen, das erneut seine besten Eigenschaften offenbart: Eine einzigartige Stimme und herausragende Songschreiber-Qualitäten. Die Fans dürfen sich auf die neuen Road Songs ebenso freuen wie auf Bestseller wie "On The Beach", "Let’s Dance", "Julia", "Josephine", "Stainsby Girls", "Looking For The Summer", "Stony Road", "I Can Hear Your Heart Beat" und das legendäre "Road to Hell".

Der Meister sparsamer Gesten und weniger Worte verstand es stets, jenseits von Mainstream und modischen Trends zu überzeugen. Der "wunderbare Songschreiber und begabte Blues-Sänger" (FAZ) aus der englischen Industriestadt Middlesbrough traf gerade im deutschsprachigen Raum auf besondere Resonanz. Hier wurde man bereits in den Achtzigern auf ihn aufmerksam, bevor er mit Alben wie "Shamrock Diaries", "Dancing With Strangers" und "Road to Hell" internationale Akzeptanz erlangte. Mit "King Of The Beach" schlug Chris Rea eine verfeinert-elegante Richtung an, die auch "Auberge", "God’s Great Banana Skin" und "Espresso Logic" auszeichnete.

Die CDs "Stony Road", "The Blue Jukebox", "Blue Guitars" oder "The Return Of The Fabulous Hofner Bluenotes" offenbarten ein anderes Spektrum. Sie wurden als "Sternstunden des Bluesrock" gewürdigt. Neue Wege beschritt er mit dem "Santo Spirito Project", bestehend aus drei CDs und zwei Filmen, bei denen er selbst für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnete.

Chris Rea schöpft Kraft und Inspiration aus dem Privaten, einem harmonischen Familienleben. "Ich war nie ein Rock- oder Popstar im herkömmlichen Sinne", bekennt der Interpret. "Und all die Erkrankungen haben mir die Chance gegeben, das zu tun, was ich immer mit Musik tun wollte, mich auf das zu konzentrieren, was mich wirklich interessiert!"
Nun hat die Leidenschaft Chris Rea wieder gepackt und er kehrt mit seinem Song-Kanon dorthin zurück, wo er die Publikumsresonanz am direktesten spürt, auf die Bühne.

Chris Rea
Datum: Donnerstag, 26.10.2017
Ort: Westfalenhalle
Rheinlanddamm 200
44139 Dortmund
Beginn: 20.00 Uhr
Einlass: 18.30 Uhr
Karten:

PK 1: 88,90 €
PK 2: 83,15 €
PK 3: 77,40 €
PK 4: 65,90 €

Karten erhältlich

Bei telefonischer Bestellung oder Internet zzgl. Versandkosten

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Chris Rea: Blues, Autos, Rauch in der Stimme

Von Philip Stegers

Einen Zeitraum von fast 40 Jahren umfasst die Karriere von Chris Rea, in dessen Liedern Straßen und Autos immer wieder eine wichtige Rolle spielen. Mit seinem aktuellen Album "Road Songs For Lovers" ist er zur Zeit auf Europa-Tour.

Chris Rea

Chris Rea wird 1951 in Middlesbrough, England, geboren. Seine Mutter stammt aus Wales, sein Vater ist Italiener und betreibt ein lokales Imperium mit 20 Eiscafés. Hier jobbt er in jungen Jahren, während er mit der Band "Beautiful Losers" erste Erfahrungen im Musikgeschäft sammelt.

Chris Rea wird 1951 in Middlesbrough, England, geboren. Seine Mutter stammt aus Wales, sein Vater ist Italiener und betreibt ein lokales Imperium mit 20 Eiscafés. Hier jobbt er in jungen Jahren, während er mit der Band "Beautiful Losers" erste Erfahrungen im Musikgeschäft sammelt.

1978 erscheint sein Debütalbum "Whatever Happened To Benny Santini?" Der Titel ist eine bissige Anspielung an einen Künstlernamen, den die Plattenfirma für Chris Rea favorisiert hatte. Seinen echten Namen hielt man für zu unglamourös.

Nachdenklich: Chris Rea führt von Anfang an einen zermürbenden Kampf mit seiner Plattenfirma, die von ihm kommerzielle Hits einfordert. Obwohl er ein Händchen für eingängige Songs hat, will er nicht den gelackten Schmusebarden spielen. Sein Herz schlägt für den dreckigen, amerikanischen Delta-Blues.

Doch ab Mitte der 80er Jahre hat Chris Rea gut lachen. Singles wie "On The Beach, "Josephine" oder "Auberge" werden weltweit im Radio rauf und runtergespielt. Bis heute hat der Sänger mit der markanten rauchigen Stimme über 30 Millionen Platten verkauft.

"The Road To Hell": Die Idee zu seinem Hit kommt Chris Rea, als er mal wieder auf der M25 in London im Stau steht. Straßen inspirieren ihn immer wieder aufs Neue. In "Driving Home For Christmas" singt er von einer zähflüssigen Autofahrt am Weihnachtstag. Sein aktuelles Album heißt "Road Songs For Lovers".

Überhaupt Autos: Die Führerscheinprüfung legt Chris Rea in einem Eiswagen seines Vaters ab. Er ist leidenschaftlicher Motorsport-Fan und nimmt auch selbst als Fahrer an Autorennen teil.

Seine Begeisterung für den Motorsport hat mit dem Fahrer dieses Ferrari zu tun: Als Kind ist Chris Rea großer Fan von Wolfgang Graf Berghe von Trips, dem deutschen Formel-1-Rennfahrer, der 1961 bei einem Rennen tödlich verunglückt. Er setzt dem Grafen mit "La Passione" ein Denkmal. Für den Dokumentarfilm schreibt Chris Rea das Drehbuch und komponiert den Soundtrack.

Markenzeichen: gefühlvolle Soli auf der Slidegitarre. Die gleitenden, langgezogenen Töne erzeugt Chris Rea mit einem Glasröhrchen, das er über seinen kleinen Finger der linken Hand stülpt.

Rarer Schnappschuss einer in Vergessenheit geratenen Supergroup: "Willie and The Poor Boys" werden von Rolling Stones-Bassist Bill Wyman (3.v.r.) ins Leben gerufen. Mit dabei sind neben seinem Bandkollegen Charlie Watts auch der Led Zeppelin-Gitarrist Jimmy Page (2.v.l) und Chris Rea (4.v.r.).

Skandale oder Eskapaden sucht man in Chris Reas Leben vergeblich. Mit seiner Frau Joan ist der Sänger seit seinem 16. Lebensjahr zusammen. Das Paar hat zwei Töchter, Julia und Josephine. Doch das traute Familienleben wird im Jahr 2001 auf eine harte Probe gestellt.

2001 wird bei Chris Rea Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert, mit dessen Folgen er bis heute gesundheitlich zu kämpfen hat. Er nutzt die Krankheit, um neue Prioritäten in seinem Leben zu setzen. Statt weiterhin rund um den Globus zu fliegen, züchtet er lieber Tomaten und entdeckt die Malerei für sich.

So ganz mag Chris Rea aber dann doch nicht auf den Kontakt mit seinen Fans verzichten. WDR 4 präsentiert die beiden Konzerte seiner "Road Songs For Lovers"-Tour am 15. Oktober 2017 in Düsseldorf und am 26. Oktober 2017 in Dortmund.

Stand: 23.05.2017, 16:06

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