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WDR 4 präsentiert Status Quo und Uriah Heep: "Allerfeinste Sahne"

WDR 4 präsentiert Status Quo und Uriah Heep: "Allerfeinste Sahne"

Von Susanne Schnabel

Was für ein Fest: drei Stunden bester Rock, zwei legendäre Bands mit einem halben Jahrhundert Bühnenerfahrung, 7.000 begeisterte Zuschauer. Status Quo spielten Samstagabend (19.11.2016) mit Uriah Heep als Vorband in der Kölner Arena.

Status Quo in Köln

Kein opulentes Bühnenbild, keine Effekthascherei - das haben Status Quo gar nicht nötig. Die britische Band spielt in der Arena einfach gekonnt und leidenschaftlich ihr Repertoire an Hits. Die Rock-Ikonen gehen 2016 auf große Abschiedstournee, um ihren Fans zu danken.

Kein opulentes Bühnenbild, keine Effekthascherei - das haben Status Quo gar nicht nötig. Die britische Band spielt in der Arena einfach gekonnt und leidenschaftlich ihr Repertoire an Hits. Die Rock-Ikonen gehen 2016 auf große Abschiedstournee, um ihren Fans zu danken.

Die schwarze Weste und das weiße Hemd sind Markenzeichen von Band-Chef Francis Rossi. Für diese "The Last Night Of The Electrics"-Tour hat er sich eine neue Weste schneidern lassen - in Köln!

Der Gentlemen hat mit 67 Jahren noch immer einen sagenhaften Charme und lässt die Damenwelt schmachten.

Unter den Besuchern sind treue, langjährige Fans, die ihre Kutten ausführen.

Das muss erst mal einer toppen: Dies ist Michaels 101. und Franz 116. Status Quo-Konzert. Die Brüder aus Kaiserslautern sind leidenschaftliche Fans. Heidi, die Frau von Franz (l.), näht übrigens in liebevoller Kleinarbeit die Abzeichen auf die Jacken.

Wer keine Kutte hat, deckt sich einfach am Fanshop mit der aktuellen Status Quo-Kollektion ein, wie hier Thomas aus Neuss.

Für Horst (l.) aus Overath im Rheinisch-Bergischen Kreis ist es Ehrensache, die letzte Tour von Status Quo zu besuchen. "Geile Mucke", sagt der 60-Jährige. Gemeinsam mit seinen Freunden Sabine und Dieter geht er gerne auf Konzerte. "Für uns ist das eine gute Gelegenheit, zu feiern. Die Zeit der Diskotheken ist für uns ja eher vorbei", sagt Dieter.

Statt in die Disko gehen Eileen, Pascal und Patrick (r.) aus Kevelaer zu den Rock-Dinosauriern und senken deutlich den Altersdurchschnitt. "Wir hören Heavy Metal und Klassik-Rock der 70er und 80er Jahre", sagen die drei und freuen sich deshalb auf die Vorband: niemand geringeres als Uriah Heep.

Die Briten heizen als Special Guest den Zuschauern schon mal ordentlich ein mit ihren großen Erfolgen wie "Gypsy Queen", "Lady In Black" und "Easy Living".

Manch einer im Publikum behauptet, Uriah Heep sei die bessere Band mit ihren elektrisierenden Gitarrenriffs und dem markanten Keyboardsound. Die Hardrocker spielen eine Stunde und bekommen tosenden Applaus.

Um 21 Uhr geht die Rockparty geht weiter mit "Caroline", dem Opener von Status Quo. Francis Rossi spielt immer noch seine grüne Fender Telecaster, die er 1968 erstmals auf die Bühne mitnahm.

Bassist John "Rhino" Edwards übernimmt die Gesangsparts von Gitarrist und Sänger Rick Parfitt. Der hatte im Juni einen schweren Herzinfarkt erlitten und verkündete aus gesundheitlichen Gründen seinen Ausstieg aus der Band.

Der junge Ire Richie-Paddy Malone vertritt Parfitt an der Gitarre und hat sichtlich Spaß an seinem neuen Job. Die fünf Musiker spielen die großen Klassiker wie "What ever you want", "The Wanderer", "In the army now" oder "Rocking all over the world". Nach zwei Stunden die letzte Zugabe "Bye Bye Johnny".

"Allerfeinste Sahne", so das Fazit von Ralf aus Münster. "Ich will nicht, dass das jemals zu Ende geht. Status Quo dürfen nicht aufhören, live aufzutreten", sagt seine Freundin Susanne.

Es ist zwar das Ende der Status Quo-Elektrogitarren, aber die Band plant künftig kleinere Akustikkonzerte. Und die werden garantiert auch sehens- und hörenswert.
Tipp für alle, die Köln verpasst haben oder die Band einfach nochmal sehen möchten: Am kommenden Donnerstag (24.11.2016) gibt es noch ein Konzert in Oberhausen!

Stand: 20.11.2016, 08:00 Uhr