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"Wir haben uns neu erfunden!"

"Wir haben uns neu erfunden!"

Große Stimmung im Kleinen Sendesaal in Köln: Die Höhner stellten ihre neue CD "Alles op Anfang" vor und überraschten ihr Publikum mit neuen Tönen. Und die Band selbst wurde auch überrascht.

Radiokonzert der Höhner

Zum ersten Mal stellten die Höhner ihre neue CD "Alles op Anfang" am Mittwoch (06.01.2016) live in einem Konzert vor. Die Karten für dieses exklusive Ereignis im Kleinen Sendesaal des WDR-Funkhauses in Köln waren unbezahlbar – sie wurden nämlich von WDR 4 verlost und verschenkt.

Zum ersten Mal stellten die Höhner ihre neue CD "Alles op Anfang" am Mittwoch (06.01.2016) live in einem Konzert vor. Die Karten für dieses exklusive Ereignis im Kleinen Sendesaal des WDR-Funkhauses in Köln waren unbezahlbar – sie wurden nämlich von WDR 4 verlost und verschenkt.

"Alles op Anfang" – der Titel der CD ist Programm, denn die Band hat im letzten Jahr einen großen Einschnitt erlebt: Mit Janus Fröhlich und Peter Werner haben die letzten Gründungsmitglieder die Höhner verlassen. "Wir haben uns auf Null reseted und uns neu erfunden", fasst Bassist Hannes Schöner die Entwicklung zusammen.

"Unser Film ist noch lang nicht vorbei" heißt es im Titelsong der neuen CD. Dafür sollen die Neuzugänge sorgen: Wolf Simon am Schlagzeug ist der Band bestens vertraut, er hat früher schon Janus Fröhlich bei Konzerten vertreten.

Micki Schläger ist der neue Keyboarder. Er hat sich auf die Karnevalssession, die bald in die heiße Phase startet, im Schwarzwald vorbereitet: "Ich bin jeden Tag 30 Kilometer gewandert", verriet er im Interview mit Reinhard Kröhnert. Nach soviel Bewegung im Wald hat Micki Schläger wahrscheinlich nicht nur eine Top-Kondition für den Auftrittsmarathon, sondern auch Lust auf große Menschenmengen.

Die Chemie stimmt zwischen den alten Hasen und den Neuen – das strahlt die sechsköpfige Band bei dem gesamten Konzert aus. Jens Streifling (links) und Micki Schläger haben sichtlich Spaß am gemeinsamen Spiel.

Die neue CD haben die sechs Musiker in Frankreich produziert, wie sie im Gespräch mit Reinhard Kröhnert erzählten. Herausgekommen ist eine abwechslungsreiche Mischung unterschiedlichster Popstücke. Einige von ihnen ruhiger und nachdenklicher, andere wieder mit Hymnenpotenzial wie die aktuelle Single: "Kumm, loss mer danze".

Zu den nachdenklichen Songs gehörte "Julia" über ein leukämiekrankes Kind, das im letzten Jahr gestorben ist. Henning Krautmacher engagiert sich bereits seit Jahren für die DKMS. Er nutzte die Vorstellung des Lieds, um an sein Publikum zu appellieren, sich für eine mögliche Stammzellenspende typisieren zu lassen.

Am Ende des Konzerts hielt es die Fans nicht mehr auf den Stühlen. Sie forderten heftig klatschend eine Zugabe und wurden mit "Alles, was ich will" und "Schenk mir dein Herz" belohnt. Dabei konnten fast alle textfest mitsingen.

Unter ihnen auch Janus Fröhlich, der ebenso wie Peter Werner zum Konzert gekommen war. Zur großen Überraschung von Henning Krautmacher und dem Rest der Band, die sich freuten, die Ur-Höhner wiederzusehen.

Ina Wasser und Ralf Wolling sind schon lange Fans und haben eine stattliche Sammlung Höhner-Scheiben zuhause. "Dass die Gründungsmitglieder nicht mehr dabei sind, ist schon ein großer Wechsel", meint Ralf Wolling. Seine Frau bestätigt, dass die Band nun anders klinge, "aber es gefällt mir gut."

Auch in neuer Bandbesetzung ist eins geblieben: Die Höhner sind Stars, die die Nähe zum Publikum suchen. Am Ende gab es Gespräche, Autogramme und natürlich Handyfotos, wie hier mit Hannes Schöner. Die Frau neben ihm, die sich als "die Rosemarie aus Düren" vorstellt, ist überwältigt: "Super, einfach nur super!" Bislang habe sie die Höhner nur aus dem Karneval gekannt, "aber die machen ja Lieder mit richtig Sinn im Text. Ich hatte eine echte Gänsehaut."

Wer diese andere Seite der Höhner live verpasst hat, kann das Konzert am Sonntag (10.01.2016) auf WDR 4 in voller Länge hören, ab 16:05 Uhr.

Stand: 07.01.2016, 00:28 Uhr