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Péter Esterházy: Spielmacher und Hasardeur - 01.11.2016

Péter Esterházy

Péter Esterházy: Spielmacher und Hasardeur - 01.11.2016

Am 14. Juli 2016 ist der ungarische Schriftsteller Péter Esterházy mit 66 Jahren einer Krebserkrankung erlegen. Bei seinem letzten Besuch in Deutschland Anfang April traf ihn Adrian Winkler zum Gespräch.

Er war ein großer Autor, ein echter Europäer und eine intellektuelle Instanz: Als Spross einer hochadligen Dynastie hat Péter Esterházy die historischen Umbrüche in Mitteleuropa am eigenen Leib erfahren: Sein Großvater, ein Großgrundbesitzer, war Ungarns erster und jüngster Ministerpräsident; sein Vater wurde vom kommunistischen Kádár-Regime enteignet, die Familie zur Arbeit in der Landwirtschaft verurteilt. Das Schicksal seiner Familie hat Péter Esterházy, der 1950 in Budapest geboren wurde, nie als Verlustgeschichte empfunden. Als Schriftsteller hat er sie vielmehr in aufregende Literatur verwandelt. Sein Familienroman "Harmonia Caelestis" machte ihn weit über die Grenzen Ungarns hinaus bekannt.

Bei seinem letzten Besuch in Deutschland im Frühjahr sprach er über seinen neuen Roman, das Leben mit einer schweren Krankheit und seine Gespräche mit Gott.  

Redaktion: Michael Kohtes

Adrian Winkler empfiehlt drei Bücher von Péter Esterházy:

Harmonia caelestis, übersetzt von Terézia Mora, Berlin Verlag 2001 (auch als Taschenbuch)
Hilfsverben des Herzens, übersetzt von Hans-Hennin Paetzke, Residenz Verlag 1985 (auch als Taschenbuch)
Bauchspeicheldrüsentagebuch, übersetzt von György Buda; Hanser Berlin 2017 (erscheint am 13.3.2017)  

Spielmacher und Hasardeur

WDR Zeichen und Wunder | 01.11.2016 | 49:17 Min.

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Stand: 31.10.2016, 14:36