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Gänsehaut und Tränen lachen: "Last Night of the Proms 2016"

Gänsehaut und Tränen lachen: "Last Night of the Proms 2016"

Von Susanne Schnabel

Fähnchen schwenkend, ausgelassen und textsicher - die Besucher beim Public Viewing zur "Last Night of the Proms 2016" waren bester Laune: Rund 1.000 Zuschauer feierten am 10.09.2016 in Dortmund mit WDR 3 "very british".

Eindrücke von der "Last Night of the Proms" 2016 aus Dortmund

Die Veranstaltung ist Kult, die Tickets für das Event in Dortmund sind immer innerhalb kürzester Zeit vergriffen: WDR 3 und das Funkhausorchester feierten 2016 zum 5. Mal in der Deutschen Arbeitswelt Ausstellung (DASA) die "Last Night of the Proms".

Die Veranstaltung ist Kult, die Tickets für das Event in Dortmund sind immer innerhalb kürzester Zeit vergriffen: WDR 3 und das Funkhausorchester feierten 2016 zum 5. Mal in der Deutschen Arbeitswelt Ausstellung (DASA) die "Last Night of the Proms".

Rund 1.000 Musikliebhaber kamen aus ganz NRW, um das gänsehautverursachende Spektakel mitzuerleben.

Auf einer 30 Quadratmeter großen Leinwand erlebten die Besucher den krönenden Abschluss einer Reihe von Promenadenkonzerten. Manche von ihnen waren "very british" ausstaffiert.

Im Gegensatz zu Joachim alias Sherlock Holmes aus Bonn. Er besuchte das Event in der DASA bereits zum vierten Mal: "Als Fan der ersten Stunde will ich die Last 'Night of the Proms' nicht immer nur im Fernsehen erleben! "

Letzte Handgriffe, bevor die Party startete: Mama ging als Punk, die Tochter als Amy Whinehouse – das sind Waltraud und Eldrid aus Aachen. Die beiden haben riesigen Spaß beim Verkleiden, sind treue Fans der Veranstaltung und ...

... haben WDR 3 zum Fressen gern.

WDR 3 Moderator Jörg Lengersdorf führte durch den gesamten Abend in Dortmund. "In manchen Momenten hat man wirklich das Gefühl, dass man in London live mit dabei ist. Das Publikum hier in der DASA ist wundervoll. Ich wundere mich jedes Jahr, wie textsicher sie sind", sagte er und freute sich auch über das hochkarätige Rahmenprogramm vor Ort.

Das WDR Funkhausorchester spielte unter der Leitung von Rumon Gamba. Der britische Dirigent ist international bekannt für seine Aufnahmen klassischer britischer Filmmusik.

Als die Titelmusik von "Der englische Patient" erklang, ist ein großes Seufzen bei den Gästen zu hören.

Ein weiteres Highlight: Die britische Sopranistin Elizabeth Watts beeindruckte und begeisterte durch ihre ausdrucksstarke Stimme.

Und sie hat einen ausgesprochen erfrischenden Humor. Dem Publikum erzählte sie, dass sie während ihres Archäologie-Studiums Geräusche von Affen im Zoo aufnehmen wollte. Die Affen jedoch schwiegen sie an und bewarfen sie mit "Poo". Das Publikum lachte Tränen.

Nicht nur Musik, auch Politik war an diesem Abend Thema – allerdings nur kurz und sehr charmant: WDR 3 hatte den Londoner ARD-Korrespondent Thomas Spickhofen live zugeschaltet. Er erklärte, dass der Brexit noch immer für große Verwirrung und heftige Debatten im Parlament sorge.

Politische Querelen blieben an diesem Abend außen vor - alle gemeinsam sangen aus vollem Herzen "Rule, Britannia!" und schwenken ihre Union Jacks.

Stand: 13.07.2017, 14:09 Uhr