Hipermestra von Francesco Cavalli

Raffaele Pè

Hipermestra von Francesco Cavalli

Eine Barockopern-Rarität vom exquisiten Glyndebourne-Festival: Nach mehr als 300 Jahren wurde Cavallis „Hipermestra“ wieder szenisch in Großbritannien gezeigt.

König Danaos von Argos befiehlt seinen 50 Töchtern, die 50 Söhne seines Zwillingsbruders erst zu heiraten und in der Hochzeitsnacht zu töten. Nur seine Älteste widersetzt sich diesem grausamen Plan. Hypermestra hat sich nämlich in ihren Cousin-Bräutigam Lynkeus verliebt. Sie ermöglicht seine Flucht. Natürlich wird sie vom Vater hart bestraft, denn König Danaos lebt seit einer Prophezeiung in Angst, sein Leben und Reich werde ihm einst von einem Schwiegersohn genommen… Ein großes, leidenschaftliches und völlig überdrehtes Drama, wie es das Opernpublikum der Zeit liebte und wie geschaffen für die Musik des Venezianischen Großmeisters Francesco Cavalli. Der gab mit „Hipermestra“ auf einen Text von G.A. Moniglia 1658 sein Debüt in Florenz, im herrlichen, damals brandneuen Teatro della Pergola, das auch heute noch bespielt wird.

Hipermestra: Emőke Baráth, Sopran
Linceo: Raffaele Pe, Countertenor
Danao: Renato Dolcini, Bass
Elisa: Ana Quintans, Sopran
Arbante: Benjamin Hulett, Tenor
Berenice: Mark Wilde, Countertenor
Vafrino: Anthony Gregory, Countertenor
Delmiro: Rodrigo Ferreira, Countertenor

Orchestra of the Age of Enlightenment
Leitung: William Christie

Aufnahme vom 18. Juni 2017 vom Glyndebourne-Festival

Redaktion: Richard Lorber