Geräuschwelten Münster 2016 (1) - 24.09.2016

Geräuschwelten Münster 2016 (1) - 24.09.2016

Krach, Knistern und Sirenengesang in der Achtermannstraße. Drei Konzerte vom Geräuschwelten-Festival aus der "Black Box" zwischen Experimentalfolk und Fieldrecordings. Mit Fovea Hex, Hitoshi Kojo und Lucrecia Dalt.

Das Trio Fovea Hex: Colin Potter, Clodagh Simonds und  Michael Begg

Das Trio Fovea Hex: Colin Potter, Clodagh Simonds und Michael Begg

"Ich wollte schon immer mit meiner Musik das Gefühl erzeugen, als stünde jemand hinter einem, als sei noch eine andere Person im Raum." Clodagh Simonds interessiert sich bereits als Kind für das Unheimliche. Eine Leidenschaft, die sich auch in ihrer Musik niederschlägt. In ihren Liedern, die sie mit Fovea Hex bei den Münsteraner Geräuschwelten zum ersten Mal live in Deutschland präsentiert, erforscht sie nebelverhangene Landschaften, in denen Einflüsse aus britischer Folkmusik auftauchen, die Lamenti John Dowlands erklingen und fern am Horizont Duftwolken aus Elektronik und Streichinstrumenten vorbeiziehen.

Die Musikerin Lucrecia Dalt geht bodenständiger vor. Vielleicht liegt das an ihrer Ausbildung zur Bauingenieurin. Fundament ihres Sounds ist ihr E-Bass, den sie mit zahlreichen Effekten bearbeitet. Ein Drumcomputer schweißt ihre elektronischen Improvisationen zusammen, die auch Sounds aus ihrer Heimat, Kolumbien, verarbeiten.

Der japanische Elektroniker Hitoshi Kojo eröffnet den Abend mit Aufnahmen aus elektronisch manipulierten Fieldrecordings.

Hitoshi Kojo

Lucrecia Dalt

Fovea Hex  

Aufnahmen vom 07.05.2016 aus der Black Box in Münster

Mit Raphael Smarzoch
Redaktion Markus Heuger

Stand: 30.06.2016, 16:05