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Verpasster Frühling: Leben und Sterben der Luise Straus-Ernst

Luise Straus-Ernst, ca. 1916, Foto aus Nomadengut, Hannover 2000

Verpasster Frühling: Leben und Sterben der Luise Straus-Ernst

Von Eva Weissweiler

Der Kunstwelt ist sie bekannt als erste Frau des Malers Max Ernst, als Muse der Dada- und Surrealisten. Doch sie war viel mehr. Unser WDR 3 Kulturfeature über Luise Straus-Ernst gibt es nach der Sendung hier zum Download.

Als stellvertretende Leiterin des Wallraff-Richartz-Museums kuratierte Luise Straus-Ernst eine Ausstellung über "Kriegsdarstellungen in der Grafik des 15. bis 18. Jahrhunderts". Die Rekonstruktion der Ausstellung ist bis zum 10.09. in Köln zu sehen.

Kölner Tageblatt, Rezension der Kriegsausstellung von Luise Straus-Ernst im Museum Wallraf-Richartz, Erschienen am 21.7.1917

Luise Straus-Ernst war Kunsthistorikerin, Verfasserin von Kurzgeschichten, Reportagen, Romanen und Rundfunk-Autorin der ersten Stunde. Ihre Ehe mit Max Ernst hielt nur wenige Jahre. Ihn zog es hinaus nach Paris, während sie mit Sohn Jimmy in Köln blieb. Doch auch sie musste bald fort. Denn sie war Jüdin. 1933 emigrierte sie nach Frankreich. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges "verpasste" sie die Chance eines zweiten Exils und versteckte sich in einem Hotel in der Provence, wo sie ihre Autobiographie,"Nomadengut", schrieb. Im Frühling 1944 wurde sie deportiert. Sie starb mit 51 Jahren in Auschwitz. Eva Weissweiler ist ihren Spuren nachgegangen und hat ihre Texte neu entdeckt.
Das Feature steht nach der Sendung befristet zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Verpasster Frühling: Leben und Sterben der Luise Straus-Ernst

WDR 3 Kulturfeature | 01.07.2017 | 53:57 Min.

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Wallraf-Richartz-Museum erinnert an Luise Straus-Ernst

Luise Straus-Ernst ist eine der ersten promovierten Kunsthistorikerinnen in Deutschland. Das Kölner Wallraf-Richartz-Museum zeigt nun eine von ihr 1917 kuratierte Schau noch einmal als Rekonstruktion.

Luise Straus-Ernst, ca. 1916, Foto aus Nomadengut, Hannover 2000

Sie war nicht nur eine der ersten Kunsthistorikerinnen, sie leitete im Ersten Weltkrieg außerdem kommissarisch das Wallraf-Richartz-Museum und mischte als Dadaistin die Kölner Kunstszene auf. Elf Jahre lang war sie vor den Nazis auf der Flucht, die sie dann doch fanden und 1944 in Auschwitz ermordeten.

Sie war nicht nur eine der ersten Kunsthistorikerinnen, sie leitete im Ersten Weltkrieg außerdem kommissarisch das Wallraf-Richartz-Museum und mischte als Dadaistin die Kölner Kunstszene auf. Elf Jahre lang war sie vor den Nazis auf der Flucht, die sie dann doch fanden und 1944 in Auschwitz ermordeten.

Vielen ist Luise Straus-Ernst, die erfolgreiche Historikerin und engagierte Künstlerin mit dem bewegten Leben, nur als die erste Ehefrau von Max Ernst bekannt.

Literatur zum Feature:
Eva Weissweiler: Notre Dame de Dada. Luise Straus - das dramatische Leben der ersten Frau von Max Ernst. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2016, 456 Seiten, 24,99 EUR

Ausstrahlung am 1. Juli 2017, Wiederholung am 2. Juli 2017
Ein Feature von Eva Weissweiler
Sprecher: Martina Gedeck, Katharina Schmalenberg, Michael Ewers, Mark Oliver Bögel und Robert Dölle
Regie: Claudia Johanna Leist
Redaktion: Dorothea Runge
Produktion: WDR 2014

Stand: 16.06.2017, 12:18