Femme fatale fürs Kapital: Ayn Rand und der Geist der USA

Ayn Rand 1957

Femme fatale fürs Kapital: Ayn Rand und der Geist der USA

Von Tom Schimmeck

Ihre Eltern flohen vor der Revolution in Russland. Mit 21 Jahren ging Alissa Sinowjewna Rosenbaum auf eigene Faust in die USA und erfand sich als Ayn Rand neu. In ihren Romanen und Abhandlungen propagierte sie das egoistische Individuum, das sich über die Masse erhebt.

Ayn Rand (1967)

"Altruismus", sprach Rand bei ihrem letzten Vortrag 1981, "ist ein monströser Gedanke und nicht kompatibel mit dem Kapitalismus." Rand hasste den Staat wie jedes Kollektiv. Die kleine Frau mit dem herben Akzent avancierte zur kältesten Kriegerin gegen alles Rote und eifrigsten Verfechterin eines entfesselten Kapitalismus. Ronald Reagan war ihr zu lasch. Das Feuilleton kritisierte ihre Mammutwerke als Seifenopern der Propaganda. Rand selbst hielt ihre Weltsicht des Objektivismus für vollkommen rational. Bald wuchs eine treue Anhängerschar heran, die Rand mit Vorträgen beglückte. Bis heute wird die Autorin vom Silicon Valley bis an die Wall Street kultisch verehrt.
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Femme fatale fürs Kapital - Ayn Rand und der Geist der USA

WDR 3 Kulturfeature | 11.02.2017 | 49:50 Min.

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Buch zum Feature:

Ayn Rand: Streik. Aus dem Amerikanischen von Claudia Amor, Alice Jakubeit und Leila Kais. Verlag Kai M John München 2012, 1260 Seiten, 39,90 Euro

Ausstrahlung am 11. Februar 2017, Wiederholung am 12. Februar 2017
Von: Tom Schimmeck
Redaktion: Leslie Rosin
Produktion: DLF 2016

Stand: 13.01.2017, 14:31