Wolfgang Schieffer - der Waldmaler

Wolfgang Schieffer - der Waldmaler

Von Lisa Inhoffen

Wolfgang Schieffer hat sich für seine Kunstwerke ausgefallene "Leinwände" ausgesucht: Er malt auf Baumstämme. Damit begeistert der Maler Spaziergänger, Jogger und auch Hunde gleichermaßen. Verwitterung fürchtet er nicht, im Gegenteil. Die Baumstämme sollen auch weiterhin Teil der Natur sein.

Der Maler Wolfgang Schieffer

Seit drei Jahren ist Malen die größte Leidenschaft des 67-jährigen Kölners. Davor war Wolfgang Schieffer professioneller Motorrally-Fahrer. Altersbedingt musste er schließlich das Motorradfahren aufgeben. Jetzt macht er Kunst. Ein Traum hat ihn auf die Idee gebracht, erzählt er. "Ich bin morgens um drei Uhr wach geworden und dann habe ich das Gefühl, du kannst malen. Morgens angefangen, eine alte Staffelei geliehen bekommen, eine Holztür durchgeschnitten – weiß grundiert – das erste Bild drauf gemalt, so fing das an."

Seit drei Jahren ist Malen die größte Leidenschaft des 67-jährigen Kölners. Davor war Wolfgang Schieffer professioneller Motorrally-Fahrer. Altersbedingt musste er schließlich das Motorradfahren aufgeben. Jetzt macht er Kunst. Ein Traum hat ihn auf die Idee gebracht, erzählt er. "Ich bin morgens um drei Uhr wach geworden und dann habe ich das Gefühl, du kannst malen. Morgens angefangen, eine alte Staffelei geliehen bekommen, eine Holztür durchgeschnitten – weiß grundiert – das erste Bild drauf gemalt, so fing das an."

Die Kunstwerke schuf Schieffer an seiner regelmäßigen Joggingstrecke in einem Wäldchen am Militärring in Köln-Longerich. Von weitem könnte der Betrachter denken, die alten Baumstämme hätten sich weißlich verfärbt. Wer jedoch näher herantritt, erkennt kleinteilige Malereien auf dem verfallenen Holz. Diese hat Wolfang Schieffer mit einer Mischung aus Ölfarbe und Leinöl aufgetragen.

Schieffer nimmt beim Malen Bezug auf die Struktur der toten Bäume. Beim Betrachten und Berühren des Holzes entscheidet er sich, was genau er malen will. Ehemalige Astlöcher werden zu dunklen Toren und raue, knorrige Stellen zu Mauern. An dieser Stelle scheinen Wasserfälle an dem Stamm herabzufließen.

Detaillierte Landschaften und Meeresbilder sind Schieffers Lieblingsmotive. Hier hat er aus seiner Erinnerung die Insel Nonnenwerth im Rhein gemalt. Sie hatte ihn bei einem Ausflug nach Bad Honnef besonders beeindruckt. Inspiration holt er sich außerdem bei Impressionisten wie Van Gogh und Monet. Aber auch seine Kollegen vom Kölner Malerkreis halfen ihm durch konstruktive Kritik und Tipps, seinen Stil weiterzuentwickeln.

Dem Nippeser ist es wichtig, dass die Menschen Freude an seiner Kunst haben. Er erinnert sich noch an ein Erlebnis mit einer Rollstuhlfahrerin: "Sie saß dann vor diesen Bildern und sagte mir: Mensch, was ist das toll. Ich freue mich so da drauf. Wenn ich dann nach Hause komme, dann geht’s mir richtig gut."

Die Kunstwerke sind der freien Natur ausgesetzt und somit auch dem Verfall. Doch das stört Wolfang Schieffer nicht. Für ihn sind die Baumbilder Teil der Umgebung. Ob Kinder darauf herumklettern oder Hunde ihr Beinchen heben - das gehört für ihn dazu: "Das ist überhaupt nicht schlimm. Es soll ja auch verwittern. Ich hab voriges Jahr angefangen und ich mache das jedes Jahr wieder neu."

Stand: 07.12.2016, 11:58 Uhr