Video-Stream - WDR Sinfonieorchester Köln: Dies Irae

WDR Sinfonieorchester: Mit Paukenschlag ins 70. Jahr

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241 Chorsängerinnen und -sänger, 16 Pauken und 12 Hörner – zusätzlich zum großen Blechbläsersatz noch einmal vier Bläserchöre werden für Berlioz‘ "Grande Messe des morts" gebraucht. Der Kölner Dom bietet dem Spektakel die ideale Kulisse.

Damit nicht genug: Berlioz schrieb in der Partitur, man könne die Anzahl der Mitwirkenden auch erhöhen, solange genug Platz sei. Der geschichtliche Hintergrund des Werks mag zum Teil seine Monstrosität erklären: Berlioz schrieb das Requiem für die gefallenen Soldaten der Julirevolution von 1830. Es ging weniger um Trauer, mehr um Ehre. Uraufgeführt wurde das Werk 1837 im Invalidendom in Paris, bei der Beisetzung von General Charles-Marie Denys de Damrémont, einem bedeutenden Militär seiner Zeit. Die Wirkung soll ungeheuerlich gewesen sein: Eine Sängerin erlitt einen Nervenzusammenbruch, und selbst der Priester, der die Messe abhielt, soll in Tränen ausgebrochen sein. Berlioz selbst schrieb darüber: "Alles war tatsächlich von furchtbarer, erhabener Größe."

Hector Berlioz
Requiem, op. 5 für Tenor, gemischten Chor und Orchester

Andrew Staples, Tenor; Tschechischer Philharmonischer Chor Brno;
WDR Rundfunkchor Köln, Einstudierung: Robert Blank; WDR Sinfonieorchester Köln, Leitung: Jukka-Pekka Saraste

Moderation: Wibke Gerking

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