Sedaa: Transasiatische Klangmagie

Sedaa - Omid Bahadori

Sedaa: Transasiatische Klangmagie

Als Omid Bahadori 12-jährig aus dem persischen Isfahan nach Europa kommt, wenig später in Hannover das Skateboard gegen seine erste Gitarre eintauscht und sich zwischen persischer Popmusik und Rock erprobt, da sind ihm die Klangwelten des mongolischen Ober- und Untertongesangs noch fremd. 20 Jahre später, er hat als Multiinstrumentalist nun schon mit vielen Musikern der Welt kooperiert, trifft er Naraa und Nasaa aus der Mongolei – und ist fasziniert.


Eine neue klangliche Dimension eröffnet sich: moderne Kompositionen auf der Basis von Naturklängen, gespielt auf traditionellen mongolischen Instrumenten wie der Pferdekopfgeige Morin Khuur und der Bassgeige Ikh Khuur, und von erdigem wie nuancenreichem Gesang, bei dem die Sänger gleichzeitig mehrere Töne hervorbringen. Zwischen Hannover, Ulan Bator, wo Naraa und Nasaa klassischen mongolischen Gesang studiert haben, sowie Wien, von wo aus der mongolische Hackbrett-Virtuose Ganzorig dazustößt, wird das Projekt Sedaa ausgeklügelt. Ein faszinierender Rahmen für das vielfarbige Spiel der Obertöne, aus dem die transasiatische Verbindung zwischen mongolischem Steppengroove und der rhythmischen Verspieltheit Persiens gefeiert wird. Und zwar so mitreißend, dass Sedaa 2014 mit dem deutschen Weltmusikpreis Creole ausgezeichnet wurde.

Naraa Naranbaatar – Bassgeige
Ikh Khuur, Unterton- und Kehlgesang
Nasaa Nasanjargal – Pferdekopfgeige
Morin Khuur, Unterton- und Kehlgesang, mongolische Oboe
Bischgur Domra Omid Bahadori – Gitarre, Cajón, Rahmentrommel, Untertongesang
Ganzorig Davaakhuu – mongolisches Hackbrett Yochin, Untertongesang

Live aus dem Kammermusiksaal der Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld

Moderation: Babette Michel
Redaktion: Bernd Hoffmann

Stand: 06.02.2017, 10:31

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