Neues von NRW-Opernregisseurinnen

Die Regisseurin Kai Anne Schumacher

Gabriele Rech und Kai Anne Schuhmacher

Neues von NRW-Opernregisseurinnen

Sexualisierte Gewalt und aufgehetzte Massen sind seit der Kölner Silvesternacht heikle und brisante Themen. Letzten Sonntag sind sie an der Kölner Oper und am Staatstheater Nürnberg verhandelt worden. In Benjamin Brittens Kammeroper "The Rape of Lucretia" geht es um die Demütigung einer Frau durch Vergewaltigung. In Fromental Halévys Grande Opéra  "La juive" um die Macht religiöser Symbole.

Mit Benjamin Britten gibt Jungregisseurin Kai Anne Schuhmacher in Köln ihr Regiedebüt. Die 27-Jährige hat in ihren jüngsten Regiearbeiten grenzüberschreitende Kunstprojekte mit experimentellen Gruppen wie dem "Notabu. Ensemble Neue Musik" oder dem "Spectra Ensemble" auf sich aufmerksam gemacht. Wie sie mit dem Tabuthema Vergewaltigung auf der klassischen Opernbühne umgehen würde, darauf war man gespannt.

Die in Duisburg geborene und in Düsseldorf lebende Regisseurin Gabriele Rech blickt mittlerweile auf 50 Inszenierungen zurück. "Die Jüdin" von Fromental Halévy am Staatstheater Nürnberg ist und bleibt aber eine besondere Herausforderung. Denn das Judentum in der Oper ist in Deutschland ein heißes Eisen. Durch religiösen Fundamentalismus geschürter Hass ebenfalls. Die heiße Liebesgeschichte - im Mittelpunkt des Dramas - glaubhaft zu vermitteln, ist nicht leicht.

Ein Gespräch mit Kritikerin Sabine Weber

"The Rape of Lucretia" an der Kölner Oper und "La juive" am Staatstheater Nürnberg

WDR 3 | 16.01.2016 | 10:27 Min.

Ein Beitrag vom 19.01.2016 aus ...

Stand: 19.01.2016, 09:02

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