Verhandlungen über Kulturgutschutzgesetz gehen weiter

Schutz oder Abschreckung?

Verhandlungen über Kulturgutschutzgesetz gehen weiter

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat sich mit ihrem Entwurf für ein neues Kulturgutschutzgesetz keine Freunde gemacht. Seit Wochen tobt ein Streit über die Folgen dieses Gesetzesvorhabens. Viele sprechen vom Ende des Kunststandorts Deutschland.

Der Vorwurf: Unter dem Vorwand "national wertvolle Kulturgüter" vor der Ausfuhr ins Ausland zu schützen, werde der freie Handel mit Kunst unterbunden und privaten Sammlern könne "Enteignung" drohen. Am Wochenende hat SAP Mitgründer und Kunstsammler Hasso Plattner angekündigt, seine für das Potsdamer Museum Barberini vorgesehene Sammlung mit Werken von Munch, Monet, Renoir und Nolde in Amerika zu belassen. Gleichzeitig hat ein rheinlan d-pfälzischer Privatsammler einen Goldpokal aus dem 17. Jahrhundert ins Ausland gebracht, um nicht durch das neue Kulturgutschutzgesetz eingeschränkt zu werden. Für das Ministerium ein Beispielfall für die Notwendigkeit dieses Gesetzes, für die Kritiker ein Beweis seiner Schädlichkeit. Resonanzen kommentiert den aktuellen Stand der Diskussion.

Ein Gespräch mit Jörg Jung

Ein Beitrag vom 04.08.2015 aus...

Stand: 05.08.2015, 11:55