Meister der abstrakten Moderne

Hann Trier, 1995

Maler Hann Trier in Ratingen, Köln und Bonn

Meister der abstrakten Moderne

Hann Trier war ein bedeutender Vertreter der Abstraktion in der Nachkriegszeit. Drei Museen in NRW ehren ihn jetzt mit einer Ausstellung. Anlass ist der 100. Geburtstag des Künstlers, der am 1. August 1915 im Düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth geboren wurde und 1999 in Italien starb.

Für die Gemälde Hann Triers sind die matten, kreidig wirkenden Oberflächen typisch: gebrochene, manchmal pastellige Farben, die er aus Pigmenten selbst zusammengestellt hat; wolkig ineinander fließende Formen, die oft durch darüber gelegte Linien eine Struktur erhalten. In dieser Weise hat er bis zu seinem Tod teils großformatige Tafelbilder geschaffen. Bekannt ist er auch für seine Wand- und Deckenbilder, etwa für das Charlottenburger Schloss, die Residenz des Deutschen Botschafters im Vatikan, oder auch die "Wolke" - einem unter die Decke gehängten Baldachin im Foyer des Kölner Rathauses aus den späten 70er Jahren.

Unter dem Titel "Ich tanze mit den Pinseln" zeigt das Käthe-Kollwitz-Museum vom 18. September bis 29. November Aquarelle und Zeichnungen aus den 1950er und 60er Jahren. Das Landesmuseum Bonn (30. Juli bis 3. Oktober) und das Stadtmuseum Ratingen (31. Juli bis 1. November) widmen Trier die Doppelausstellung "Der Junge und der Unbekannte".

Ein Gespräch mit Cornelia Müller

Ein Beitrag vom 28.07.2015 aus ...

Stand: 28.07.2015, 08:54