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Anwaltsverein und Pro Asyl halten zweites Asylpaket für verfassungswidrig

Die von der Bundesregierung geplanten Änderungen beim Asylrecht sind nach Ansicht von Juristen und Flüchtlingsvertretern verfassungswidrig. Der Deutsche Anwaltverein, DAV, und die Organisation "Pro Asyl" kritisieren unter anderem, dass Flüchtlinge bei beschleunigten Asylverfahren in sogenannten Registrierzentren oft keinen rechtlichen Beistand bekommen. Aus Berlin Rebecca Lüer: Ein weiterer Kritikpunkt: Der Gesetzentwurf sehe einen derart weiten Anwendungsbereich für beschleunigte Asylverfahren vor, dass künftig nahezu alle Asylsuchenden darunter fallen könnten, und eben nicht nur diejenigen aus so genannten sicheren Herkunftsländern. So könnten Flüchtlinge mit eigentlich hoher Anerkennungsquote, wie Syrer oder Eritreer, Gefahr laufen in das beschleunigte Verfahren zu rutschen, wenn sie keinen Pass haben. DAV und Pro Asyl lehnen auch eine Aussetzung des Familiennachzugs ab unter anderem, weil das inhuman sei und die Integration hinauszögere.