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Flüchtlingspolitik in Europa: Grenzen dicht?

Grenzzaun in Kroatien

WDR 2 Arena - 21.01.2016

Flüchtlingspolitik in Europa: Grenzen dicht?

Angesichts der vielen Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, haben immer mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen das Gefühl: Das schaffen wir nicht. Die WDR 2 Arena diskutiert...

Noch einmal eine Million oder mehr Flüchtlinge wie im letzten Jahr kann Deutschland nicht aufnehmen, so sehen es viele Menschen in diesem Land. Aber was tun? Die Grenzen schließen, Schlagbaum runter und dann ist alles gut? Oder eine Obergrenze einführen – wie Österreich sie jetzt plant? Schweden hat die Grenzen schon geschlossen, andere EU Staaten – vor allem in Osteuropa – weigern sich, überhaupt Flüchtlinge aufzunehmen.

Aber lassen sich Flüchtlinge durch Grenzen zurückhalten? Wie lassen sich Tausende Kilometer Grenze sichern? Kommen Mauern, Stacheldraht und am Ende der Schießbefehl zurück? Und was bedeuten Grenzschließungen für das gemeinsame Europa? Wenn die Reisefreiheit und der freie Warenverkehr gestoppt werden, was wird dann aus Europa? Was wird aus dem Euro?

War die europäische Solidarität eine "Schönwetteridee", die beim ersten Gegenwind beerdigt wird? Müssen kriminelle Ausländer schneller ausgewiesen und dann auch abgeschoben werden? Hilft es, wenn immer mehr Staaten an der Peripherie zu "sicheren" Herkunftsländern gemacht werden? Oder müssen wir lernen, zwischen dem Grundrecht auf Asyl und der Zuwanderung von vielen Menschen zu unterscheiden, die hier in Europa ein besseres Leben für sich und ihre Kinder suchen?

Unsere Gäste im Studio

  • Detlef Seif, MdB CDU, Sprecher für Asyl- und Migrationspolitik im Europa-Ausschuss
  • Prof. Hans-Joachim Lietzmann, Uni Wuppertal, Jean-Monnet-Professor for European Studies
  • Ralph Sina, WDR Brüssel

Stand: 22.01.2016, 06:45