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Verkehr und Infrastruktur

PKW und LKW stauen sich auf der A1 bei Wuppertal in einer Baustelle

WDR 2 Wahl-Arena - 20.04.2017

Verkehr und Infrastruktur

Nordrhein-Westfalen ist einer der größten Ballungsräume Europas. Staus werden zunehmen, Zugausfälle und Verspätungen bleiben Alltag. Wird das Geld für neue Verkehrskonzepte richtig eingesetzt? Gibt es ausreichend Planungsverfahren?

18 Millionen Menschen wohnen hier bei uns im Westen, Nordrhein-Westfalen ist einer der größten Ballungsräume Europas. Eng wird es für alle, die für ihren Job täglich pendeln müssen. Die Bahnen im Land sind an ihrer Kapazitätsgrenze, das hat der WDR 2 Bahncheck in den letzten Wochen bewiesen, die Passagiere müssen sich - gerade im Berufsverkehr - wie die Ölsardinen in die Waggons quetschen.

Und im Auto auf der Straße steht man im Stau: Im vergangenen Jahr wurden allein auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen 218.000 Staus gezählt, Gesamtlänge 388.000 Kilometer. Stau macht Stress und kostet Geld, Nordrhein-Westfalen ist Stauland Nr.1 und wird es auch bleiben.

Denn auf den Autobahnen wird in den kommenden 15 Jahren nicht neu gebaut, es geht um den Erhalt und die Sanierung der bestehenden Bahnen. Fast 14 Milliarden Euro stehen zur Verfügung, vor allem um marode Brücken zu sanieren und die größten Engpässe zu beseitigen. Auch auf der Schiene soll es voran gehen, für den Ausbau des RRX stehen über 2,5, Milliarden Euro zur Verfügung. Bis 2030 soll das Projekt realisiert sein, dann gibt es die schnelle Verbindung zwischen Dortmund und Köln.

Und bis dahin? Alle Experten warnen, die Staus werden weiter zunehmen, Zugausfälle und Verspätungen bleiben unser Alltag. Wird das Geld richtig eingesetzt, gibt es ausreichend Planungsverfahren? Was ist mit alternativen Verkehrskonzepten, mit einer besseren Vernetzung des Verkehrs?

Und wie steht es mit dem Internet? Wann haben endlich alle Haushalte und alle Betriebe eine schnelle Internetverbindung? Wie halten wir Nordrhein-Westfalen am Laufen? Und wie können wir das bezahlen?

Verkehr und Infrastruktur

WDR 2 Arena | 20.04.2017 | 01:08:05 Min.

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  • Jochen Ott, SPD
  • Lutz Lienenkämper, CDU
  • Christof Rasche, FDP

Stand: 19.04.2017, 15:07

Kommentare zum Thema

10 Kommentare

Neuester Kommentar von "Peko", 21.04.2017, 12:15 Uhr:

Eine Wahlarena mit nur 3 Parteien, da mag ich nicht mitdiskutieren, wenn wesentliche etablierte Parteien fehlen (Grüne, Linke, Piraten etc.) Nur die geballte Autolobby am Start, da brauch ich nicht zu zu hören. WDR schämt Euch für solche Sendungen!

Kommentar von "Julia S.", 21.04.2017, 10:00 Uhr:

Aus meiner Sicht behandeln wir nur die Symptome. Wir müssten aber an die Ursachen ran. Das bringt mich zu der Frage: Warum sind so viele Autos und LKWs auf der Sraße? Bei den Autos ist der Grund das Pendeln. Was kann man also unternehmen, um das Pendeln einzudämmen? Wie wäre es mit einem Gesetz pro Homeoffice. Wenn jeder Büroangestellte 1 Tag pro Woche zu Hause bliebe, wäre das doch schon was.

Kommentar von "C. Bahr", 20.04.2017, 22:13 Uhr:

Staus werden auch verursacht, weil die Verkehrsteilnehmer alle unterschiedlich schnell fahren. Tempolimit bei 120 km/h mit verstärkten und vor allem variablen Kontrollen. LKW mit Technik ausstatten, die es erlaubt, semi-automatisch in Kolonne zu fahren mit festgelegtem Abstand. Die Geschwindigkeitsbegrenzung bei LKW auf 100 erhöhen. Dann fahren auf der linken Spur alle gleichmäßig schnell und niemand muss ausgebremst werden. Insgesamt kommen alle stressfreier am Zielort an, da keine waghalsigen Manöver mehr gefahren werden müssen/können. Rückgang von geschwindigkeitsbedingten Verkehrsunfällen inklusive.

Kommentar von "Guido", 20.04.2017, 20:57 Uhr:

Meine Frage ist: Wieso wird auf dem Kölner Ring an allen 4 grossen Autobahnkreuzen ( Nord, West, Süd, Ost ) gleichzeitig gearbeitet? Somit sind Staus ja garnicht zu umgehen, da man quasi von einem Stau zum nächsten fährt.

Kommentar von "Franz-Josef Arndt", 20.04.2017, 19:44 Uhr:

Angesichts des unstrittigen gewaltigen Investitionsrückstaus in der Verkehrsinfrstruktur, öffentlichen Gebäuden wie z.B. Schulenstellt sich doch die Frage, wo sollen die Mittel herkommen. Denn die Steigerung bei den Haushaltsmitteln dürften zu einemguten Teil durch die Preissteigerungen der letzten Jahre aufgezehrt werden. Inwieweit spielen in den Überlegungen der Parteien Öffentlich Private Partnerschaften eine Rolle. Sie mögen durch die Vorfinanzierung durch Versicherungen oder Banken teurer sein als der klassiche Kommunalkredit, durch schnellere Realisierung könnten sich aber gesamtwirtschaftliche Kosten (weniger Staus, geringere Umweltbelastungen) reduzieren und eventuell schneller Planen. Dipl.-Volkswirt/Dipl.-Betriebswirt (FH) Franz-Josef Arndt Heideweg 16 53343 Wachtberg ++491738268431

Kommentar von "Sven", 20.04.2017, 19:23 Uhr:

NRW ist Stauland Nr 1. Völliges Versagen der Landesregierung. Bundesmittel mangels Planung nicht abzurufen aus ideologischen Gründen ist ein Skandal. Wir alle sind die Opfer Grüner Irrsinnspilitik.Kraft hat alles geduldet u will wiedergewählt werden. Ein Treppenwitz.

Kommentar von "Helmut Springer", 20.04.2017, 15:53 Uhr:

Jeden Tag 1 x durchs Ruhrgebiet und zurück: Hagen-Ratingen-Hagen. Egal ob man die A 1 - A 46 - A 3 nimmt oder A 45 - A 40 - A 52, das Elend ist das Gleiche. Permanente Baustellen durch jahrzentelanges Nichtstun, Ausweichstrecken ebenfalls nur Baustellen ( B 7 bei Mettmann, in Essen Westfalenstrasse Großbaustelle ), dazu temporäe Sperrung der DB Strecke um Wuppertal herum. Wer plant und koordiniert so etwas überhaupt ? Lückenschluß A 42 um den Bochumer Süden herum in Arbeit, ja. Aber seit wann geplant - vor 30 Jahren ? A 44 von Ratingen über Heiligenhaus mind. seit 35 Jahren in der Planung. Kommt für mich zu spät, da dann in Rente. Der ÖPNV für diese Strecke nicht geeignet, da keine wirkliche Verbindung gegeben ist. Meine Erfahrungen zu diesem Thema. Schönen Gruß in die Runde !

Kommentar von "Egal wer", 20.04.2017, 13:40 Uhr:

Als ÖPNV - Nutzer finde ich, dass die Taktung von Bussen und Bahnen erhöht werden sollte. Man könnte auch z.B. Dauertickets bezuschussen, wenn der Führerschein für einen gewissen Zeitraum abgegeben wird.

Kommentar von "A. Wehrmann", 20.04.2017, 11:23 Uhr:

Was soll eigentlich das Dauergerede über alternative Verkehrskonzepte? Was für Alternativen sollen das denn sein? Eine Fahrgemeinschaft, bei der ich morgens die anderen einsammle, weil deren Frauen die Autos brauchen?Wenn ich lange unterwegs sein wollte würde ich zwischen meinem Wohnort und Köln den ÖPNV nehmen. Fahrrad? Wagen Sie doch selbst mal das Experiment und gehen nach Schweiss stinkend in ein Meeting. Carsharing? Wie soll man Termine planen, wenn nicht sicher ist, dass das Sharecar zur Verfügung steht. Alles Ökoalternativen für Menschen, die Arbeit als Hobby betreiben und sonst eh von Transferleistungen leben. Ich sitze ja nicht zum Spass im Auto sondern weil es für mein Transportproblem die aktuell günstigste Lösung ist.

Kommentar von "Frank Kilkowski ", 20.04.2017, 09:44 Uhr:

Frank Kilkowski asu Gierath bei Juchen An die WDR2 Arena meine Handyunmmer 017686175438 es gibt viel Autobahnen in NRW die kaputt sind warum frage ich mich wird immer an der falsche steile gepart ich finde die Lander und der Bund mussen mehr Geld dafur ausgen aber die CDU will ja sparen

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