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NRW - Vorfahrt für Radfahrer?

Fahrradfahrer fahren bei einer "Critical Mass" Aktion in Köln durch die Innenstadt (Archivbild vom 27.06.2014)

WDR 2 Arena

NRW - Vorfahrt für Radfahrer?

An jedem zweiten Freitag wird es bunt auf Straßen in NRW. Dann schlängelt sich abends ein Pulk von Fahrradfahrern in gemütlichem Tempo durch die Innenstadt - inklusive Zwangspause für die Autofahrer, die warten müssen bis der Corso vorbeigerollt ist. "Critical Mass" nennt sich die Aktion.

Es gibt sie in vielen Städten weltweit. Meist dort, "wo die Verhältnisse für Radfahrer schlecht sind", wie die Wuppertaler Critical Mass schreibt. Seit fünf Jahren radeln sie für bessere Verhältnisse auf den Straßen. In NRW in Bonn, Essen, Köln und Wuppertal. Die Aktion "Critical Mass" setzt sich mit Massenfahrten für mehr Rechte und eine bessere Infrastruktur für Radfahrer ein.

Wie notwendig ist das in Nordrhein-Westfalen? Ist NRW ein Paradies oder ein Entwicklungsland für Radfahrer? Was kann verbessert werden?

Critical Mass: Mehr Aufmerksamkeit für Radfahrer

WDR 2 | 25.08.2017 | 03:42 Min.

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Radfahren in Wuppertal

WDR 2 | 25.08.2017 | 03:20 Min.

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"Kritische Masse" radelt für mehr Fahrradfreundlichkeit

WDR 2 | 25.08.2017 | 03:17 Min.

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Stand: 25.08.2017, 17:29

Kommentare zum Thema

25 Kommentare

Neuester Kommentar von "Sven", 26.08.2017, 20:27 Uhr:

@Uwe: Gut zu wissen, dass fast alle Niederländer, alt und jung, Mann und Frau, die mir in den letzten sieben Tagen um Arnheim begegnet sind, Spinner sind, weil ich habe, so gut wie keinen Fahrradhelm bei denen gesehen. Nur bei den Rennradfahrern ist mir das aufgefallen. Der normale Alltagsradler, der zum Einkaufen fährt oder zur Arbeit, hatte keinen Helm. Vielleicht müssen wir Deutsche die Niederländer erziehen.

Kommentar von "Uwe", 25.08.2017, 17:51 Uhr:

Die Gefahr steigt rasant mit der Geschwindigkeit. Fußgänger beschleunigen eher selten auf hohe Geschwindigkeiten. :-) Wer als Radfahrer im Fußgängertempo unterwegs ist, braucht sicher keinen Helm. Allerdings braucht er auch kein Fahrrad. Ich fahre mit meinem Rad in der Stadt im Schnitt Geschwindigkeiten von 25 bis 30 km/h in der Spitze deutlich schneller. Vielleicht so, Radfahren um zu radeln = kein Helm, Radfahren um von A nach B zu kommen = Helm. Mir persönlich sind "Radler" im Straßenverkehr, unabhängig davon ob ich mit dem Rad oder dem Auto unterwegs bin, aber suspekt. Das Verhalten dieser Verkehrsteilnehmer ist schlecht kalkulierbar und führt zum Bild der Radfahrer, das von Autofahrern gepflegt wird.

Kommentar von "Olaf", 25.08.2017, 17:37 Uhr:

Was ist mit den Fußgängern? - die Verletzten- und Unfallzahlen sind denen der Radfahrer sehr ähnlich - also immer Helm auf! Gruß von einem "Spinner" (ich finde es auch eine Frechheit; man sollte lieber die Ursachen der Unfälle (oft Abbieger) angehen...)

Kommentar von "Uwe", 25.08.2017, 17:04 Uhr:

Ich finde es richtig vom Moderator Radfahrer ohne Helm als Spinner zu bezeichnen. Wer ohne Helm fährt, egal ob Rad, Skates, Ski oder womit man noch so unterwegs sein kann, riskiert sein Leben. Wer das macht, den darf man auch schon mal als Spinner bezeichnen.

Kommentar von "Norbert Schlinge", 25.08.2017, 16:46 Uhr:

Ich finde es eine Frechheit vom Moderator Radfahrer ohne Helm als Spinner zu bezeichnen.

Kommentar von "Olaf", 25.08.2017, 16:42 Uhr:

Warum wird eigentlich NIE (auch diesmal nicht), eine der Hauptursachen der Angst vor dem Fahren auf der Fahrbahn angesprochen: Es gibt einige Autofahrer, die Radfahrer, die normal auf der Fahrbahn fahren, nicht akzeptieren wollen und diese vorsätzlich(!) gefährden; indem sie zu eng (z.B. trotz Gegenverkehr) überholt, geschnitten und bedrängt werden. Diese Autofahrer sehen nicht ein, daß sie manchmal ein paar Sekunden hinter einem Fahrradfahrer bleiben müssen und daher etwas kürzer an der nächsten roten Ampel warten dürfen... Ich fahre hier (Kleinstadt in NRW) zu 99,x % ganz normal auf der Fahrbahn und alle (wirklich alle!) gefährlichen Situationen der letzten Jahrzehnte passierten auf dem 0,x % "Radweganteil", der sich nicht immer vermeiden läßt.

Kommentar von "Manta Rochen", 25.08.2017, 16:31 Uhr:

Zur Info: “Critical Mass“ findet nicht nur jeden zweiten Freitag, sondern jeden Freitag und teilweise auch Samstags oder Montags in verschiedenen Städten statt!

Kommentar von "Pauline, Bonn", 25.08.2017, 16:03 Uhr:

Ich bin in Bonn und Umgebung seit mehr als 30 Jahren mit dem Fahrrad unterwegs, zuerst zur Schule, dann zur Uni und dann und heute noch immer zur Arbeit. Ich kann nur sagen es wird immer gefährlicher und das nicht nur auf den Straßen. Ist man auf den markierten Fahrradstreifen auf den Straßen unterwegs, wird man von Lieferfahrzeugen ausgebremst, geschnitten oder mit der Tür vom Rad gekickt, Hauptsache diese können auf dem Radstreifen halten, wen interessiert da der Radfahrer. Auch Linienbusse zeigen Radfahrern immer wieder gerne wer der Stärkere ist. Aber in Bonn gibt es ja schöne Radwege am Rhein entlang, einen davon von Bad Godesberg nach Bonn und zurück benutze ich täglich. Dort wird man mittlerweile von Testosteron gesteuerten Kampfradlern geschnitten, angepöbelt, beleidigt weil man als „Normalradler“ zu langsam ist, weil man denselben Weg benutzt, …

Kommentar von "Pauline, Bonn", 25.08.2017, 16:01 Uhr:

Gleiches gilt auch für die neue Generation der E-Bike und Pedelec Fahrer, die mitunter mit rasanter Geschwindigkeit die viel zu schmalen Radwege nutzen. Das eigentliche Problem liegt aber wohl eher in der Verkehrsführung der Stadt. Radwege und Fahrradstraßen die im nirgendwo enden, inkonsequente Beschilderung der Rad- und Fußwege, Buckelpisten durch Baumwurzeln, Schlaglöcher und einiges mehr. Auf der einen Seite wird kontrolliert ob Fahrradfahrer durch die Fußgängerzone radeln (was durchaus sinnvoll ist) aber es wird nicht kotrolliert wer auf den Radwegen herumläuft (z. B. Fußgänger in Gruppen, Jogger mit Kopfhörern die keine Klingel hören) oder herumrasen wie Motorroller, Mopeds und E-Bikes mit Versicherungskennzeichen. Gegenseitige Rücksichtnahme mag ja helfen, funktioniert aber bedauerlicherweise nicht mehr. Für Radfahrer muss es nicht zwingend Vorfahrt geben, aber klare Definitionen und Geschwindigkeitsbegrenzungen auch auf Radwegen würden helfen.

Kommentar von "Peter Glowacki", 25.08.2017, 15:57 Uhr:

Schaut doch nach Holland. In vielen Städten sind alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt. Und die Radfahrer ,als Vertreter des "abgasfreien Individualverkehr" haben oft eigene Fahrbahnen. Da geht es, warum nicht auch bei uns????

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