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Abschiede 2016: Diese Persönlichkeiten sind gestorben

Abschiede 2016: Diese Persönlichkeiten sind gestorben

Das Jahr 2016 hat viele verstorbene Helden. Wir trauern um Carrie Fisher, George Michael, David Bowie, Prince, Roger Cicero, Hans-Dietrich Genscher und viele andere Persönlichkeiten.

Carrie Fisher

Prinzessin Leia in "Star Wars" war ihre Paraderolle. Am 27. Dezember erlag die Schauspielerin Carrie Fisher in Los Angeles den Folgen eines Herzinfarkts. Sie wurde 60 Jahre alt. Man kennt sie auch aus vielen anderen Filmen wie "Harry und Sally" oder "Hannah und ihre Schwestern".

Prinzessin Leia in "Star Wars" war ihre Paraderolle. Am 27. Dezember erlag die Schauspielerin Carrie Fisher in Los Angeles den Folgen eines Herzinfarkts. Sie wurde 60 Jahre alt. Man kennt sie auch aus vielen anderen Filmen wie "Harry und Sally" oder "Hannah und ihre Schwestern".

Mit "Last Christmas" setzte George Michael einen Hit, der seit fast drei Jahrzehnten regelmäßig zu den Feiertagen ertönt. Jetzt ist der Sänger zu Weihnachten überraschend zuhause an einem Herzinfarkt gestorben.

Er war einer der wandlungsfähigsten und erfolgreichsten Sänger der jüngeren Musikgeschichte. Am 10. Januar 2016 ist David Bowie im Alter von 69 Jahren an Krebs gestorben. Mit seinen Alben hat der exzentrische Ausnahmekünstler gleich mehrmals die Popmusik neu erfunden. Als Bühnenfigur Ziggy Stardust hatte er in den 1970er-Jahren seinen Durchbruch. Oft spielte er mit Geschlechterklischees. Nur wenige Tage vor David Bowies Tod war sein letztes Album "Blackstar" erschienen. Darauf ist mehrfach die Rede vom Tod.

Er war ein Held des deutschen Kinderfernsehens: Peter Lustig moderierte die Sendung "Löwenzahn". Generationen von Kindern und Eltern verfolgten die Serie, die Umweltthemen für Kinder verständlich machte. Zweimal gewann er den Grimme-Preis. Im Jahre 2007 wurde er außerdem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Vor seiner Moderatorenkarriere hatte Lustig eine Ausbildung zum Rundfunktechniker absolviert und Elektrotechnik studiert. Im Alter von 78 Jahren starb er am 23. Februar.

"Pretty Woman"-Regisseur Garry Marshall starb am 19. Juli nach einem Schlaganfall und den Folgen einer Lungenentzündung im Alter von 81 Jahren in Kalifornien. Marshall war Regisseur, Drehbuchautor und Produzent zahlreicher erfolgreicher TV-Serien und Kinofilme. Durch "Pretty Woman" wurde Schauspielerin Julia Roberts einem breiten Publikum bekannt. Die von Marshall produzierte TV-Serie "Mork vom Ork" verhalf Robin Williams zum Durchbruch.

Roger Cicero starb am 24. März überraschend im Alter von nur 45 Jahren an einem Hirninfarkt, ebenso wie sein Vater, der rumänische Jazzpianist Eugen Cicero. 2006 wurde Cicero durch sein Soloalbum "Männersachen" bekannt. Sein Musikstil: eine Verbindung von Swing, Jazz und Pop. 2007 vertrat Roger Cicero Deutschland beim Eurovision Song Contest mit seinem Lied "Frauen regier’n die Welt".

Auch Prince starb in diesem Jahr: Am 21. April wurde der Sänger in seinem Studio in Minnesota tot aufgefunden. Eine Autopsie ergab, dass er an einer unbeabsichtigten Überdosis Schmerzmitteln gestorben war. Viele Fans des Stars trauerten auch Monate danach noch, trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Ich vermisse Prince immer noch", tauschten Fotos aus und suchten Trost in den vielen Konzertvideos.

Was wären die "Harry Potter"-Verfilmungen ohne ihn gewesen? Alan Rickman war "Severus Snape", finster und unergründlich blickender Professor für Zaubertränke in Hogwarts. Der profilierte britische Schauspieler starb am 14. Januar im Alter von 69 Jahren. Rickmann wirkte nicht nur in Filmen wie "Stirb langsam", "Sinn und Sinnlichkeit" oder "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders" mit, sondern war auch ein erfolgreicher Theaterschauspieler und -regisseur.

Der Bestsellerautor und frühere Fernsehmoderator Roger Willemsen starb am 7. Februar im Alter von 60 Jahren. Seine Fernsehkarriere hatte er beim Pay-TV-Sender "Premiere" begonnen, wo er mehr als 600 Mal das Interview-Magazin "0137" moderierte. Später wechselte er zum ZDF. Dort hatte er von 1994 bis 1998 seine eigene Talkshow "Willemsens Woche". Zu einem seiner letzten Buchprojekte gehörte "Das Hohe Haus: Ein Jahr im Parlament". Dafür beobachtete er ein Jahr lang von der Zuschauertribüne aus das Geschehen im Bundestag.

Sein Roman "Der Name der Rose" machte ihn weltberühmt. Am 19. Februar starb der italienische Schriftsteller, Philosoph und Wissenschaftler Umberto Eco mit 84 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Weitere bekannte Bücher von Eco sind "Das Foucaultsche Pendel", "Baudolino" und "Der Friedhof in Prag". Bis 2007 war er Professor für Semiotik an der Universität Bologna. In vielen Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln kritisierte er heftig die Politik des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi.

Ein Kind der Bonner Republik: Guido Westerwelle wurde 1961 als Sohn eines Juristen-Paares in Bad Honnef geboren und wuchs mit drei Brüdern in Bonn auf. Schon als Schüler und Student mischte er sich gern in politische Debatten ein. Der junge Westerwelle startete eine Politlaufbahn gegen den Zeitgeist. Die Lust an der rhetorischen Provokation, an der oft flapsig-polemischen Rede gegen alles "Linke", war dem Rheinländer in seiner gesamten Politik-Laufbahn anzumerken. Am 18. März erlag er im Alter von 54 Jahren seiner schweren Krebserkrankung.

Der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher starb in der Nacht zum 1. April im Alter von 89 Jahren. Nicht so bekannt ist, dass der für seine gelben Pullunder bekannte FDP-Politiker von 1969 bis 1974 Innenminister war. 1982 vollzog Genscher mit seiner Partei die Wende von der sozialliberalen Koalition mit der SPD zu einem Regierungsbündnis mit der Union. Sein berühmtester Satz dürfte der Beginn seiner unvollendeten Ansprache an ausreisewillige DDR-Bürger im September 1989 auf dem Balkon der Prager Botschaft sein: "Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise ... " - der Rest wurde vom Jubel der Menschen übertönt.

Seine Rolle als "Schimi", also Kommissar Horst Schimanski im Duisburger Tatort, bleibt unvergessen: Götz George starb am 19. Juni im Alter von 77 Jahren. Doch Schimanski ist nur eine der vielen großen Rollen, die der gebürtige Berliner verkörperte. Er zählte zu Deutschlands besten Schauspielern, spielte Charmeure, Bösewichte, die Ernsten und die Psychopathen. "Redlich mit Menschen umzugehen ist wichtig", sagte er 2013. "Ich will am Ende meines Lebens redlich dastehen und niemanden vor den Kopf gestoßen oder über den Tisch gezogen oder denunziert haben."

Der Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur, Rupert Neudeck, starb am 31. Juni im Alter von 77 Jahren. Der gebürtige Danziger hatte 1979 mit Unterstützung des Schriftstellers Heinrich Böll das Komitee "Ein Schiff für Vietnam" gegründet, das bis 1982 mehr als 11.000 "boat people" im Chinesischen Meer rettete. Daraus ging 1982 das Komitee Cap Anamur/Deutsche Notärzte hervor. Neudeck erhielt - teilweise zusammen mit seiner Frau Christel - zahlreiche Auszeichnungen, so die Theodor-Heuss-Medaille, den Bruno-Kreisky-Menschenrechtspreis und den Erich-Kästner-Preis.

Er war "Mister Bundesrepublik": Walter Scheel. Der frühere Bundespräsident starb am 24. August im Alter von 97 Jahren. Lange Zeit galt Scheel als einer der beliebtesten Politiker der Bundesrepublik. Er war bekannt für seine Bürgernähe und sein rhetorisches Talent. Zudem erhielt er den Spitznamen "Singender Bundespräsident", da er 1973 das Volkslied "Hoch auf dem Gelben Wagen" auf Schallplatte aufnahm. Scheel amtierte von 1974 bis 1979 als Bundespräsident.

Der US-amerikanische Schauspieler und Komiker Gene Wilder starb am 29. August im Alter von 83 Jahren an den Folgen einer Alzheimer-Erkrankung. Wilder wurde vor allem bekannt durch seine Auftritte in Filmen des Regisseurs Mel Brooks, darunter die Komödie "Frühling für Hitler" und die Western-Parodie "Der wilde wilde Westen". 1971 spielte er eine Hauptrolle in dem Kinohit "Charlie und die Schokoladenfabrik". Seine letzte große Rolle hatte er Ende der 90er-Jahre in dem Film "Alice im Wunderland".

Manfred Krug in seiner Paraderolle als Anwalt Liebling Kreuzberg. Er starb am 21. Oktober im Alter von 79 Jahren. In etwa 40 Filmen, 20 Fernsehspielen und vielen Shows hatte Krug in der ehemaligen DDR mitgewirkt – dann setzte seine Unterschrift unter die Protestresolution gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann seiner Karriere dort ein Ende. Im April 1977 beantragte Krug die Ausreise und übersiedelte noch im selben Jahr mit seiner Familie nach Westberlin. Im Westen setzte er seine Karriere fort: Als Fernfahrer in der Serie "Auf Achse", als Kommissar Stoever im "Tatort" und als Anwalt in "Liebling Kreuzberg".

Mit ihm verließ ein großer Dichter und Poet die Bühne: Leonard Cohen. Der Musiker war ein Minimalist: Nur die Gitarre und diese Stimme – mehr brauchte es nicht. Sein Gesang transportierte Weltschmerz, Sarkasmus und eine gehörige Portion Sex. Im Alter von 82 Jahren starb er am 7. November in Los Angeles.

Stand: 28.12.2016, 08:17 Uhr