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Wie Katzen ticken: Je höher, desto besser

Wie Katzen ticken: Je höher, desto besser

Heute wird der goldende Kratzbaum verliehen - für das beste Katzenvideo im Netz. Aber warum verhalten sich Katzen so, wie sie es in den Videos tun? Vieles lässt sich erklären - denn meistens folgen die Samtpfoten ihren Instinkten.

Eine Katze steigt in eine Waschmaschine

Neugierde pur: Katzen sind von Natur aus neugierig, für uns ein Quell der Freude - kommen doch die ulkigsten Szenen heraus - die dann in schönen Katzenvideos festgehalten werden. Diese Neugierde ist aber keine Dummheit oder planlos, sondern ein Zeugnis von Intelligenz. Katzen haben ein gutes Gedächtnis und sind in der Lage, Informationen zu deuten. Es gehört zum Überlebensinstinkt der Katze, möglichst viele und genaue Informationen über ihre Umgebung in Erfahrung zu bringen. Es bewahrt sie vor Gefahren und hilft ihr beim Aufspüren ihrer Beute. Diese Katze im Bild sollte auch mal lieber vorsichtiger sein - es könnte übel ausgehen.

Neugierde pur: Katzen sind von Natur aus neugierig, für uns ein Quell der Freude - kommen doch die ulkigsten Szenen heraus - die dann in schönen Katzenvideos festgehalten werden. Diese Neugierde ist aber keine Dummheit oder planlos, sondern ein Zeugnis von Intelligenz. Katzen haben ein gutes Gedächtnis und sind in der Lage, Informationen zu deuten. Es gehört zum Überlebensinstinkt der Katze, möglichst viele und genaue Informationen über ihre Umgebung in Erfahrung zu bringen. Es bewahrt sie vor Gefahren und hilft ihr beim Aufspüren ihrer Beute. Diese Katze im Bild sollte auch mal lieber vorsichtiger sein - es könnte übel ausgehen.

Katzen müssen spielen: Wer kennt nicht die wilden fünf Minuten der Hauskatze - da wird alles gejagt, was sich bewegt oder bewegen könnte: Schnipsel, Schnüre, Bänder, Federn oder Staubflusen. Vor allem in solchen Momenten entstehen die schönsten Bilder und Videos. Bei Hauskatzen ist dieser Spieltrieb nichts anderes als angestaute Jagdlust. In freier Wildbahn verbringen Katzen bis zu zwei Drittel des Tages mit Schlafen, den Rest mit Jagen. Dieses Jagen erfordert ein hohes Maß an Geduld und Warten. Diese angestaute Energie muss irgendwie wieder abgelassen werden. Die frei laufende Katze spielt mit dem erbeuteten Tier - die Hauskatze mit Wollmäusen.

Die Maus auf der Matte: Das kennt man ja zur Genüge: schon wieder eine Maus auf der Matte! Rügen hilft hier gar nichts, Lob schon eher, denn damit erkennt man an, dass man nicht so ein guter Jäger ist wie die Katze. Denn mit dem "Geschenk" der toten Maus wollen die Katzen Herrchen oder Frauchen zu verstehen geben, dass sie ihr Jagdverhalten verbessern sollen - das gilt aber nur, wenn sich die Katze von der Beute entfernt. Bleibt sie neben ihrer Beute sitzen oder stehen, dann ist das eine Aufforderung zum gemeinsamen Spiel.

Katzen sind Sprachkünstler: Schnurren, miauen, klagen, greinen, schreien, säuseln, kleckern: Katzen können fast 100 verschiedene Laute von sich geben, je nachdem was sie möchten und in welcher Verfasung sie sind. Eine der anspielungsreichsten Kommunikationslaute der Katze ist das Miauen - und das nutzen sie normalerweise, um zu wehklagen, zu grüßen oder um Aufmerksamkeit für etwas zu wecken: zum Beispiel für Futter.

Schnattern, Zähneklappern, Keckern: meistens ein Zeichen für große Erregung durch eine Beute, die sich im Moment noch außer Reichweite befindet. Dies kann eine Fliege an der Decke in der Wohnung sein oder ein Vogel in freier Wildbahn. Man vermutet, dass die Katze hier den "Todesbiss" imitiert - und sich dabei vorstellt, wie sie der unerreichbaren Beute den finalen Biss verpasst.

Katzen wollen hoch hinaus: Und je höher, desto besser. Denn wer den Überblick hat, hat die Kontrolle. Außerdem hat die Katze von Plätzen in erhöhter Position eine deutlich besser Ausgangssituation bei Revierkämpfen.

Katzen mögen kein Wasser: Es sieht lustig aus, ist es aber nicht. Katzen mögen definitv kein Wasser und gehen auch nicht freiwillig hinein. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Katzen haben an ihrem Maul und um ihren Schwanz herum sogenannte Pheromondrüsen. Diese Organe geben Duftstoffe ab, mit denen sich die Tiere untereinander verständigen können. Auch erkennen Katzen ihre Artgenossen am Geruch. Wenn sich eine Katze putzt, fettet sie sich mit diesem Duft ein. Wird die Katze nass, geht dieser Geruch verloren - und das Tier verliert sozusagen einen Teil seiner Persönlichkeit. Hier ist man wohl eher zum Jagen am Gewässer.

Es gibt aber auch Ausnahmen: Einige Katzen sitzen gerne in Waschbecken und mögen es, aus Wasserhähnen zu trinken - und das mit besonderer Leidenschaft - die frische Wasserschale bleibt dann unbeachtet.

Katzen und ihre Plätze: Egal ob Schuhkarton, Umzugskarton oder Gartenschale - Katzen lieben knapp bemessenen Ruheraum. Zu welchem Zweck etwas hergestellt wurde, ist dabei egal - Hauptsache, das Tierchen passt irgendwie hinein. Woher die Vorliebe kommt, ist noch nicht ganz geklärt, am wahrscheinlichsten ist ihr instiktives Verlangen nach Schutz.

Hochklettern top, runterklettern flop: Hier entstehen oft die herrlichsten Videos. Rauf geht es immer leichter als hinunter. Auch das hat einen einfachen Grund: Beim Hochklettern kann sich das Tier mit den Krallen festhalten. Abwärts geht das nicht, die Krallen haben dafür die falsche Stellung. Die Katze muss also lernen, rückwärts herunterzuklettern - und das muss sie von ihrer Mutter gelernt haben. Hat sie die Lektion nicht erhalten, ist sie aufgeschmissen. Deswegen gibt es auch so viele Geschichten von kleinen Kätzchen, die mit einer Leiter aus einer Baumkrone gerettet werden.

Der zuckende Schwanz: Katzen zucken mit ihrem Schwanzende, wenn sie jagen, spielen oder verärgert sind. Heftigeres Zucken deutet Verdruss an, leichtes Zucken kann Unentschlossenheit bedeuten. Ein aufgerichteter Schwanz ist ein Zeichen der Zufriedenheit oder wird als Gruß an den Menschen oder an andere Katzen verwendet. Er kann auch als Signal für Menschen und andere Katzen dienen, der Katze zu folgen.

Der halb gehobene, fast waagerecht gehaltene Schwanz zeigt nachlassendes Behagen, ein tiefgehaltener Schwanz Unzufriedenheit. Wenn der Schwanz hin und her peitscht, ist Vorsicht geboten: Die Katze ist zornig und angriffsbereit und möchte in Ruhe gelassen werden. Beim Schleichen im Zuge der Jagd oder auch im Spiel zuckt nur die Schwanzspitze der Katze. Der Rest des Körpers ist starr und der Schwanz dabei gesenkt.

Wenn sich die Pfote hebt, ist die Katze erregt und warnt so vor einem Krallenschlag. Macht sie das, während Mensch mit ihr spielt, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass es ihr zu bunt wird und man sie in Ruhe lassen sollte - sonst droht Gefahr auch in Form eines Bisses. Hier will sie zeigen, wer der Ranghöhere ist.

Der Liebesbiss: Das sieht man auch in vielen Videos: Katzen kämpfen spielerisch miteinander und verbeißen, oder besser, verknabbern sich, auch im Spiel und beim Schmusen mit dem Menschen. Dieser Biss ist aber nicht gefährlich, er ist nicht aggressiv, sondern ein "Liebesbiss" der Katze und ähnelt eher einem Knabbern. Katzenbabys können die Bissstärke anfangs noch nicht richtig dosieren, daher können deren spielerische Knabbereien für Menschen durchaus unangenehme Konsequenzen haben.

Buckel und sträubendes Fell: Das sieht beeindruckend aus, zeigt aber, dass die Katze Angst hat. Durch das Sträuben des Fells und den Buckel macht sie sich größer und beeindruckt so ihren Angreifer. Bei Katzenkindern passiert dies häufig - sie können sich im Spiel häufig noch nicht richtig einschätzen.

Stand: 19.02.2016, 07:36 Uhr