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Deutsche Bahn soll zahlen

Zug der Erinnerung in Berlin

Deportationen aus Griechenland

Deutsche Bahn soll zahlen

Von Miltiadis Oulios

Die Initiative "Zug der Erinnerung" fordert zusammen mit der jüdischen Gemeinde in Thessaloniki, dass die Deutsche Bahn das Geld für die Zugtickets zurückzahlt, dass die Reichsbahn den ermordeten Juden aus Griechenland abgenommen hatte für ihre Deportation nach Auschwitz und Treblinka. Das Radiopolis-Thema zum Gedenken an die Reichsprogromnacht.

Zug der Erinnerung, Teil 1

06:03 Min.

Zug der Erinnerung, Teil 2

05:33 Min.

Kann man mit Geld das Leid, das Nazi-Deutschland angerichtet hat, wiedergutmachen? "Zumindest das Recht muss wieder hergestellt werden", sagt Hans-Rüdiger Minow, "ein Dieb kann ja vor Gericht auch nicht sagen, tut mir furchtbar leid, aber das gestohlene Geld, das habe ich jetzt im Sparstrumpf, das gebe ich nicht zurück. So verhält sich die Deutsche Bahn und die Bundesrepublik."

Hans-Rüdiger Minow ist Filmemacher und im Vorstand der Bürgerinitiative "Zug der Erinnerung" aktiv. 1943 wurden 58.000 griechische Juden von den Deutschen in die Vernichtungslager deportiert, 12.000 davon waren Kinder und Jugendliche. Die Nazis haben die Opfer dabei auch ausgeraubt, die Reichsbahn hat umgerechnet auf heute 89 Millionen dabei eingenommen, sagt Minow. Radiopolis-Moderator Miltiadis Oulios spricht mit ihm über diese in Deutschland wenig bekannte Geschichte und ihn, worum es genau bei den aktuellen Forderungen geht, weshalb ihm dieses Engagement so wichtig ist und wie er antisemitischen Vorurteilen zu diesem Thema begegnet.

Stand: 07.11.2015, 15:00