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Hendrik Plaß

Geldregen für eine bessere Welt

Joachim Ackva

Der Persönliche Gast - Joachim Ackva

Geldregen für eine bessere Welt

Von Carmen Sadowski

Heiter bis wolkig, vereinzelt Geldregenschauer. Wenn Joachim Ackva das Wetter macht, flattern Banknoten vom Himmel. Wer ist der Mann, der tausende von Euro an Fremde verschenkt? Der 49-jährige Pfälzer ist Mitbegründer einer Initiative, die sich für eine gerechtere Verteilung des Geldes auf der Welt engagiert.

Erst rieselten 10-Euro-Scheine vorm Brandenburger Tor auf die Passanten hinab, dann schwebten Luftballons mit Geldsäcken über Plätzen in Frankfurt und Köln. Zuletzt brachte Joachim Ackva sein Geld in München unters Volk. "Der Geldregen symbolisiert, dass es mehr Privatvermögen auf dem Planeten gibt als je zuvor", erklärt Joachim Ackva. Dennoch hungern weltweit etwa 852 Millionen Menschen. Der Internationale Tag zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober erinnert daran, dass der Einsatz gegen Hunger und Not zu den wichtigsten Aufgaben der Menschheit gehört. Eine mögliche Lösung wäre die Einrichtung einer globalen Gemeinschaftskasse, auf das jeder Bürger freiwillig ein Tausendstel seines Vermögens einzahlt - so der ambitionierter Plan von Joachim Ackva. Mit nur einem Viertel dieser Spenden könnte die extreme Armut auf der Welt besiegt werden.

Ein Weltkonto als Antwort auf Flucht und Armutsmigration

Joachim Ackva aus Erlenbach, geboren 1965, arbeitet seit über 20 Jahren als Finanzplaner. Er ist Mitgründer von "Planet Earth Account", einer Initiative, die sich seit 2014 für die Einrichtung eines UN-Weltkontos engagiert. Ein solches Weltkonto könnte von einer Unterorganisation der UN gemeinsam von Bürgern, Experten und Regierungen gemanagt werden, um die gerade in New York beschlossenen Entwicklungsziele der Menschheit anzugehen. Mit dem Geld könnten Projekte gegen Armut, Hunger und Umweltzerstörung finanziert werden. Alle hätten Nutzen von solch einem Motor, der die globale Zusammenarbeit antreibt, sagt Ackva. Mehr Wohlstand, mehr Frieden und nicht zuletzt: Weniger Menschen auf der Flucht.

Stand: 16.10.2015, 12:00