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Jah Prayzah erhält Morddrohung

Jah Prayzah ft. Charma Girl - Dali Wangu (Official Video), Screenshot

Global Pop News 13.10.2017

Jah Prayzah erhält Morddrohung

Von Anne Lorenz

Jah Prayzah wird wegen neuem Album bedroht | Popstar Reza Sadeghi im Iran verurteilt | Major Lazer träumen sich ins Johannesburg der 70er Jahre | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

"Kutonga Kwaro"

In Zimbabwe riskiert ein Musiker gerade sein Leben und das nur weil er ein neues Album veröffentlicht. Es geht um Sänger Jah Prayzah – Star aus Uzumba, bekannt für schwerelose Afro Pop Sounds. Heute bringt er sein neues Album „Kutonga Kwaro“ raus und dafür bekommt er Morddrohungen. Die kommen vom Führer der Jungen Fraktion der regierenden Partei Zimbabwe African National Union – der Patriotischen Front Zanu PF. Er sagt: "Mit diesem Album schaufelt er sich sein eigenes Grab."

Jah Prayzah soll mit seiner Musik Zwist innerhalb der Partei provozieren. Man wirft ihm vor, Politiker der Parteispitze in seinen Songs zu beleidigen. Jah Prayzah lässt sich aber überhaupt nicht einschüchtern, er sagt: "Ich danke diesen Leuten dafür, dass sie mir helfen mein Album zu vermarkten!". Heute Abend stellt er "Kutonga Kwaro" bei einem fetten Release Konzert mit dem Nigerianischen Superstar Davido vor!

Erstes Copyright Urteil im Iran

Im Iran sind gerade Musiker wegen Rechteklau verurteilt worden, es geht um einen Song von Pop Sänger Reza Sadeghi, großer Star in seiner Heimat. Geklaut haben soll er von der großen verstorbenen Sängerin Hayedeh aus Teheran und deren Songwriter Ardalaz Sarfarez der mittlerweile in Frankfurt lebt. Der hat die Klage wegen Copyright-Verletzungen eingereicht und Recht bekommen. Reza Sadeghi und zwei weitere Musiker wurden zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das ist  das erste Mal, dass im Iran ein Urteil wegen Copyrights in der Musik fällt und dann gleich auch noch mit so einer hohen Strafe und bei einer Klage von einem Exil-Iraner.

Logic & Juanes - Gemeinsamer Song

"1-800-273-8255" – zur Zeit ein internationaler Riesenhit für US Rapper Logic. Jetzt gibt es den Song auch in einer englisch und spanischen Version mit Juanes im Refrain. Der kolumbianische Superstar hat den US Rapper im Sommer in dessen Tourbus besucht. Juanes ist ein erklärter Fan von Logic, und die Chemie stimmte einfach zwischen den beiden.
Außerdem mag Juanes die Botschaft des Songs. Die Zahlen im Titel des Songs – das ist die Rufnummer der amerikanischen Selbstmord-Notfallhotline. Der US Fernsehsender CBS hat gerade einen Bericht veröffentlicht, nachdem die Anrufe bei dieser Hotline um ein Drittel gestiegen sind seit Logic den Song draußen hat. Der Song rettet also im wahrsten Sinne Leben. Und das gefällt dem sozial sehr engagierten Juanes eben. Wer das sehenswerte Video zum Song sich mal anschauen will, wir haben es mit der ganzen Story auf unserer Facebook Seite gepostet.

Major Lazer und die goldenen 70er

Im Video zur neuen Major Lazer Single "Particular" träumt sich das Trio ins Süd Afrika der 70er Jahre. Schlaghosen, große Sonnebrillen, fette Goldkreolen und riesige Afros – das ist der Look im Clip. Man sieht die Featuregäste US-Sänger Jidenna, Nasty C und Maphorisa aus Süd Afrika und den nigerianischen Rapper Ice Prince durch Johannesburg streifen. Egal ob im Frisörsalon, über den Dächern der Stadt oder im Club: alles erinnert an die goldenen Zeiten. Filmemacher Adriaan Louw der fürs Video verantwortlich ist sagt: "Ich wollte dass es wie eine Doku aus den Seventies aussieht – wo man an jeder Ecke Disco, Funk und Fela Kuti begegnet!"

Stand: 13.10.2017, 10:00