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"Question Time" mit Dave

Dave - Question Time, Screenshot aus dem Video

Global Pop News 12.10.2017

"Question Time" mit Dave

Von Anne Lorenz

Ausnahmetalent Dave aus UK holt zum Rundumschlag gegen Politiker aus| Native Rapper aus Dakota brechen mit Stereotypen | Princess Nokia schmeißt Rassisten aus der Bahn | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Unbequemer Newcomer

Der Londoner Rapper Dave geht gerade mit seinem Song "Question Time" durch die Decke – darin stellt der junge MC jede Menge unbequeme Fragen. Die meisten gehen an Premierministerin Theresa May: "Wie kannst du nur so kaltherzig sein?" … "Deine Reaktion auf die Katastrophe vom Grenfell Tower war erbärmlich. Du hast dich wie ein Feigling versteckt." Schonungslos teilt Dave aus – gerade mal neunzehn Jahre alt und schon mutiger als viele seiner Rapper-Kollegen. Auch Mays Vorgänger David Cameron oder Oppositionsführer Jeremy Corbyn bleiben nicht verschont. Dave spricht den BREXIT, das britische Gesundheitssystem oder den Bürgerkrieg in Syrien an. Alle politischen und sozialen Probleme die ihn beschäftigen, kommen auf den Tisch.US-Rapper Drake hat sein Talent auch bereits erkannt, die beiden haben sogar schon einen Song zusammen gemacht. Anfang November kommt Daves zweite EP "Game Over" raus.

Rapper brechen Stereotypen

Heute vor 525 Jahren wurde Amerika entdeckt. Der Columbus Day, dieses Jahr schon am 9. Oktober, ist ein staatlicher Feiertag in den USA. Für Native Americans kein Grund zu feiern. Seit Jahren wird diskutiert, ob es nicht angemessener wäre daraus einen "Indidgenous People Day" zu machen. Eine Gruppe von Rappern vom Sicangu Lakota Sioux Tribe gehen den Protest jetzt ganz entspannt an. Gerade haben Frank Waln, Gunner Jules und Rollie Raps das Video zu ihrem gemeinsamen Song "Good Way" veröffentlicht. Die drei MC‘s aus Dakota, sind zusammen im Rosebud Reservat aufgewachsen. Im Clip sieht man die drei beim Chillen, Basketballspielen und am Strand mit Freunden – was junge Leute ebenso machen. Waln sagt dazu: "Wir werden oft als blutrünstige Wilde portraitiert. Wir sind aber ganz normale Menschen."… "Im Video zeigen wir uns ganz ohne kolonialistischen Filter". Alle Beteiligten am Video zu "Good Way" – von den Rappern über den Regisseur und die Kameraleute sind alles Native Americans.

Princess Nokia schmeißt Rassisten aus der Bahn

Gerade geht ein Video durchs Netz auf dem ein Betrunkener in der U Bahn rassistisch pöbelt. Jetzt stellt sich raus: R’n’B Star Princess Nokia war bei dem Vorfall mit dabei. Man sieht einen Mann, der immer wieder das N-Wort ruft bis er schließlich vom ganzen Abteil an der nächsten Station rausgeworfen wird. In einer Serie von Tweets erzählt Princess Nokia wie es dazu kam: "Wir haben alle zusammengehalten" schreibt die Rapperin mit den Yoruba Wurzeln. Sie gibt zu ihm eine geklatscht und einen heißen Becher Suppe hinterher geworfen zu haben. Ihr Kommentar: "Ich lass doch keinen betrunkenen Idioten Teenager rassistisch beschimpfen und dann auch noch damit davonkommen!".

Stand: 12.10.2017, 10:00