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Mit dem Polo bis Sibirien

Johann, Niclas und Tobi gehen bei der Mongol Rally an den Start.

Weltweit

Mit dem Polo bis Sibirien

Ein Polo Baujahr 1993 und 15.000 Kilometer von London bis Sibirien – das ist die Ausgangslage für Tobias, Johann und Niclas. Die drei sind in diesem Jahr bei der Mongol Rally dabei. Die ist Mitte Juli in London gestartet – das Ziel ist die russische Stadt Ulan-Ude in Sibirien.

Mit dem Polo bis Sibirien

COSMO | 12.08.2017 | 06:52 Min.

Für ihren 24 Jahre alten Polo haben Tobias, Johann und Niclas immerhin 300 Euro investiert – und mit dem sind sie jetzt quasi als Rennauto unterwegs. Bei der Mongol Ralley geht es darum, irgendwie von London bis ins sibirische Ulan-Ude zu kommen. Nach fast zwei Monaten auf Tour sind die drei Jungs gerade in Aşgabat, der Hauptstadt von Turkmenistan. Der alte Polo mache sich eigentlich ganz gut, erzählt Niclas. Ein paar kleine Schwierigkeiten hatten sie in Istanbul, da startete der Motor nicht. Dazu kam ein vierstündiger Aufenthalt in einer iranischen Autowerkstatt, in der die Leute noch nie einen VW gesehen hatte. Aber der Meister hat den Polo trotzdem repariert - in Anzughose und Hemd wohlgemerkt. Warum haben sie für ihre lange, beschwerliche Riese überhaupt den alten Wagen gewählt? "Mit einem neuen Wagen würde auch etwas Spaß verlorengehen", sagt Niclas. Die Veranstalter der Rally sagen: „Mit einem Allradantriebe kann das ja jeder.“ Entsprechend sehen die Teilnahmebedingungen zur Rally aus: zugelassen sind nur Autos, die einen kleinen Motor haben, maximal ein Hubraum von 1,2 Litern. 

Ein alter Polo, voll bepackt, auf einer Straße.

Auf ihrer Reise sammeln die drei Jungs Spenden - mindestens 1.200 Euro. Das gesamte Geld wird dann an einen guten Zweck gespendet. Das Ziel haben sie schon übertroffen: Momentan haben sie schon über 2.000 Euro über eine Crowdfunding-Plattform gesammelt und wollen fleißig weitermachen.

Das Highlight ihrer Reise ist die Gastfreundschaft, die sie überall erleben, sagt Niclas. Im Iran wurden sie quasi von einem Gastgeber zum nächsten Gastgeber weiter gereicht. Viele Menschen, die sie auf ihrer Reise bisher getroffen haben, seien sehr hilfsbereit gewesen, so Niclas. In Aserbaidschan haben sie einen Mann auf der Straße getroffen, der schon mal Urlaub in Deutschland gemacht hat. Der lud die Jungs kurzerhand zu sich ein und ließ sie bei sich übernachten.

Stand: 12.08.2017, 08:00