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Segeln für die Nachhaltigkeit

Floris und Ivar vom Projekt "sailors for sustainability".

Weltweit

Segeln für die Nachhaltigkeit

Zwei junge Leute sind in einem Segelboot auf den Weltmeeren unterwegs: Floris und Ivar geht's aber nicht um Urlaub. Sie wollen Werbung machen für nachhaltiges Leben. In den Bereichen Lebensmittel, Energie und Transport gibt es nach Ansicht der beiden noch einiges, was besser laufen kann.

Segeln für die Nachhaltigkeit, Part 2

COSMO | 27.05.2017 | 05:15 Min.

Schlechte Nachrichten gibt’s genügend – ein Blick ins Netz reicht, um schlechte Laune zu bekommen: Krieg, Umweltverschmutzung und Klimawandel, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Dabei sind die Probleme und Herausforderungen so groß, dass man sich schnell Hoffnungslos fühlen kann. Ähnlich gings auch Floris und Ivar. Die beiden Segellehrer dachten: Wir können sowieso nichts verändern. Dann kam ihnen aber die Idee "sailors for sustainability": Floris und Ivar segeln um die Welt und berichten über nachhaltige Lösungen, zum Beispiel zur Energiegewinnung. Ihr Hoffnung: Wenn alle Menschen sich an diesen positiven Beispielen orientieren, kann unser Planet vielleicht gerettet werden. Das Projekt ist den beiden so wichtig, dass sie sogar ihre Jobs gekündigt haben. Finanziert wird die Reise mit Erspartem. Neues Geld verdienen sie, indem sie Artikel und Videos über die nachhaltigen Ideen produzieren und diese an Unternehmen verkaufen.

Ivar Smits

Im Januar haben wir das erste Mal mit Ivar und Floris gesprochen, da waren sie in Portugal. Inzwischen sind die beiden weitergezogen: Nach Porto-Vecchio auf Korsika. Auf dem Weg dorthin haben sie unter anderem in Südspanien eine "Sonnenenergiezentrale" besichtigt. Die Anlage funktioniert mit Spiegeln: Die Spiegel zentrieren das Sonnenlicht auf eine Flüssigkeit, diese erhitzt Wasser und der daraus entstehende Dampf treibt eine Turbine an. Mit dieser Methode wird Strom produziert.

Floris und Ivar vom Projekt "sailors for sustainability".

In Italien haben sich Floris und Ivar die Slow Food Bewegung genauer angesehen. "Slow Food" steht für bewusstes und regionales Essen und ist eine Gegenbewegung zum globalisierten Fastfood. Die "sailors for sustainability" sind schon seit gut einem Jahr unterwegs. Floris zieht ein Zwischenfazit: "Die Welt ist nachhaltiger geworden. Die Menschen haben schon so viele verschiedene Lösungen für verschiedene Probleme gefunden. Klar, das ist noch nicht überall so. Es muss noch einiges passieren, dass mehr Menschen weltweit nachhaltige Lösungen anwenden."

Wie die Reise begann...

Segeln für die Nachhaltigkeit

COSMO Livestream | 07.01.2017 | 05:08 Min.

Los ging es mit der Segeltour im Juni 2016 in Amsterdam mit dem Segelboot "Lucipara²". Erst ging es in den Norden: nach Deutschland und Skandinavien. Dann segelten sie weiter nach Schottland, England, Frankreich und Spanien. Im Moment ankern die beiden in Lagos, Portugal. Dort informieren sie sich über Kork; ein nachhaltiges Material mit dem man zum Beispiel Häuser isolieren kann.

Segelschiff Lucipara2

Eine nachhaltige Lösung aus Deutschland, die die beiden Segler begeistert hat, ist ein verpackungsfreier Supermarkt in Kiel. In dem Laden gibt es keine eingeschweißten Lebensmittel. Kunden, die dort einkaufen, bringen zum Beispiel Einmachgläser mit, um die dort gekauften Lebensmittel nach Hause zu bringen. Die Besitzerin dieses "Unverpackt-Ladens" will Verpackungsmüll reduzieren – und dieses Ziel versucht sie im Kleinen, mit ihrem Laden, umzusetzen. Ein anderes Projekt, dass Floris und Ivar beeindruckt: Die dänische Hauptstadt Kopenhagen will bis 2025 die erste "CO2-neutrale" Hauptstadt der Welt sein und ihren Ausstoß von Kohlendioxid drastisch verringern. Um dieses Vorhaben umzusetzen schafft die Stadt zum Beispiel neue Infrastruktur für Radfahrer, oder baut das Metronetzwerk aus.

Stand: 27.05.2017, 12:00